Weitere sechs Wisente in die Fogarascher Berge gebracht

Der europäische Bison ist das größte Landsäugetier Europas. Symbolfoto: Wikimedia Commons

Kronstadt – Fünf Wisente (Bison bonasus) aus Schweden und einer aus Großbritannien leben seit vergangener Woche in den Fogarascher Bergen/Muntii Făgăraș, in der Gegend des Pecineagu-Sees und um Lerești, im Kreis Argeș. Seit 2019 führt hier die „Conservation Carpathia“-Stiftung (FCC) ein Projekt zur Wiederbevölkerung der genannten Gegend mit dem großen dunkelbraunen Rind durch. Die Auswahl der Tiere erfolgte nach deren Europäischem Pedigree, ihre schnelle Anpassungsfähigkeit und große Überlebenschancen wurden verfolgt.

Ende des vergangenen Jahres wurden 17 Exemplare aus dem Nationalpark Vân²tori Neam] und Valea Zimbrilor Vama Buz²ului, wie auch aus Wisentreservaten aus Großbritannien, Schweden und Deutschland in die Fogarascher Berge gebracht. Gerade vor wenigen Wochen kam auch das erste Wisentjunges hier zur Welt, wie Ranger der FCC-Stiftung berichteten. Die Vermehrung der Tiere in natürlichen Lebensräumen und in Freiheit zeugt von dem Erfolg des Projekts, das mit europäischen Mitteln durchgeführt wird. Eine stabile Population von 30 Wisente wird angestrebt. Sobald diese Anzahl erreicht wird, können sowohl Fauna als auch Flora davon Nutzen tragen, erklären die Vertreter der Stiftung.

Der Wisent lebte bis vor rund 200 Jahren in den Fo-garascher Gebirgen; die Art ist vom Aussterben bedroht. Der europäische Bison ist das größte Landsäugetier Europas, das in verschiedenen Laub- oder Mischwäldern, in offenen Flächen wie Weiden, Waldwiesen, Kahlschlagflächen und jungen Baumpflanzungen lebt. Der weltweite Bestand der freilebenden Europäischen Bisons lag 2020 bei rund 6200 Exemplaren, die Mehrheit davon in Osteuropa, bzw. in Russland, Belarus und Polen.