Wichtige Investitionen werden fortgesetzt

Massive Förderung des Personennahverkehrs und der Bildung in Hermannstadt

Zur Beseitigung des Zwei-Schichten-Unterrichts in der Hermannstädter Regina-Maria-Schule wurde ein neuer Gebäudeflügel errichtet und ein bestehender mit einem neuen Obergeschoss sowie einer Mansarde versehen. Foto: Bürgermeisteramt Hermannstadt

Mehrere wichtige Verträge zur Finanzierung weiterer Investitionen im Bereich des Personennahverkehrs und der Bildung hat das Bürgermeisteramt Hermannstadt/Sibiu zurzeit in Ausführung.
Einen besonders umfassenden Vertrag, mit dem die tiefgehende Modernisierung des Personennahverkehrs in der Stadt bezweckt wird, unterzeichnete die Hermannstädter Bürgermeisterin Astrid Fodor Anfang März mit Simion Crețu, dem Direktor der Entwicklungsagentur Zentrum (ADR Centru).

Im Rahmen dieses Vorhabens im Wert von etwas über 98 Millionen Lei beträgt die nichtrückzahlbare Finanzierung mit EU-Mitteln 93,6 Millionen Lei. „Mit diesem Projekt wird es uns gelingen, die gesamte Flotte des Nahverkehrsunternehmens Tursib zu modernisieren. Nach dem Ankauf von 40 gasbetriebenen Bussen im Rahmen des zurzeit abgewickelten Vertrages, nach der Einführung der neun Elektrobusse für die Linien 5 und 13 und der fünf Elektrobusse für den Personennahverkehr in der Altstadt werden wir über ausreichend Busse verfügen, um die Einführung der Sondertrassen für den Schulverkehr vornehmen zu können. Um die Vorzüge einer solchen Maßnahme zu probieren, werden wir in einem ersten Schritt Linien Richtung Altstadt schaffen, wo sich mehrere Bildungseinrichtungen befinden“, so die Bürgermeisterin Astrid Fodor.

Das Hauptziel des Projektes sind die Steigerung der Qualität und der Attraktivität des Personennahverkehrs als günstige und umweltfreundliche Transportalternative. Mit dem Ankauf der neuen Busse wird auch die Steigerung der Frequenz auf den prioritären Linien mit hohem Fahrgastvolumen verfolgt.

Das jüngst unterzeichnete Projekt besteht aus mehreren Komponenten, so dem Ankauf von 40 gasbetriebenen, modern ausgestatteten Niederflurbussen mit Längen von 12 beziehungsweise 18 Metern oder dem Ankauf eines elektronischen Kartenverkaufssystems, das den Erwerb von Fahrkarten und Abos per Bankkarte in den Bussen, per SMS oder an den 30 in den Haltestellen aufgestellten Automaten ermöglichen wird. Hinzu kommt ein Informationssystem in den Bussen und den Haltestellen, das den Fahrgästen Echtzeitauskünfte zu den Fahrzeiten, den Verbindungen zu anderen Linien und Transportmitteln aber auch Zwischenfällen, Umleitungen und Verspätungen gewährleisten wird. Eine mobile Anwendung wird den Fahrgästen als „Assistent“ direkt auf ihren Mobiltelefonen zur Seite stehen und relevante Informationen bieten, Fahrten planen und Karten oder Abos kaufen helfen. Für eine bessere Überwachung der Einhaltung des Fahrplans, die Anpassung der Ankunftszeiten in den Haltestellen und die Echtzeitinformation über den technischen Zustand der Busse wird ein Flottenmanagementsystem eingeführt und nicht zuletzt wird auf dem Betriebshof des Unternehmens „Tursib“ eine Flüssiggastankanlage für die neuen Busse eingerichtet. Der nächste Schritt ist nun die Ausschreibung des Ankaufsverfahrens für die genannten Projektbestandteile. Im Preis inbegriffen ist auch die Erneuerung der Podului-Straße im Stadtviertel Hammersdorf/Gușterița, die Teil der Linien 2 und 10 ist und die Altstadt mit der Industriezone Ost, der Umgehungsstraße und der Ausfahrt nach Agnetheln/Agnita verbindet. Die Modernisierung der knapp vier Kilometer langen Strecke wird die Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit und die Senkung der Instandhaltungskosten aller Fahrzeuge ermöglichen, die hier künftig unterwegs sind. Das Projekt umfasst die Modernisierung der Fahrbahnen, Stege und Gehsteige, der metropolitanen Kanalisation, öffentlichen Beleuchtung und des Abflusssystems für das Niederschlagswasser sowie die Einrichtung von Parkplätzen, Grünflächen von 10.000 Quadratmetern und sichereren Fahrradwegen.

Beachtlicher Betrag für Bildung

Mit insgesamt 131 Millionen Lei, beziehungsweise 16 Prozent seines Haushaltes, finanziert das Bürgermeisteramt heuer die ihm untergeordneten Bildungseinrichtungen und die mit ihnen verbundenen Investitionen, laufenden Reparaturen, Ausstattungen, Materialkosten, Stipendien und Preise für die Schüler mit besonderen Lernergebnissen.

„Wir investieren laufend in die Bildung, um die Lernbedingungen zu verbessern und die verfügbaren Räume auszubauen. Die Investitionen gehen wir ganzheitlich, anhand von umfassenden jedoch gestaffelten Modernisierungsarbeiten an, deren Vorrang entsprechend den wahren Bedürfnissen der Bildungseinrichtungen festgelegt wird“, so die Bürgermeisterin Astrid Fodor.

Einige Projekte, die 2019 angegangen wurden und nun fortgesetzt werden, betreffen die Verbesserung der  Energieeffizienz des Constantin-Noica-Lyzeums, der Gymnasialschulen 1 und 21 oder das Erwirken der Brandschutzgenehmigung für die Kindergärten 42 und „Brüder Grimm“. Ein besonderes Projekt, das im Sommer dieses Jahres beendet werden soll, ist jenes des Baus der neuen Kunstschule in der Oituz-Straße und nicht zuletzt werden die Fassaden des Landwirtschaftskollegs „D. P. Barcianu“ und des Kindergartens Nr. 16 in der Fleischergasse/Mitropoliei erneuert.

Mit EU-Mitteln werden die Energieeffizienz der Gymnasialschule „Radu Selejan“ verbessert, zwei neue Kinderkrippen im Ziegler- und dem Strandviertel errichtet und die Gymnasialschule „Nicolae Iorga“ um einen Gebäudeteil mit 22 Klassenzimmern und einem Chemie-Labor sowie einem neuen Sportsaal erweitert. Ähnlichen, doch nicht derart umfassenden Ausbauarbeiten werden auch die Gymnasialschulen „I. L. Caragiale“ und „Regele Ferdinand“ unterzogen.

Mit Mitteln des städtischen Haushaltes werden ein Sportsaal für das Landwirtschaftskolleg „D. P. Barcianu“ und ein neues Dach für den Kindergarten Nr. 16 gebaut, Türen und Fenster verschiedener Kindergärten und Schulen ersetzt, Arbeiten zwecks Erwirken notwendiger Brandschutzgenehmigungen umgesetzt, eine Heizungsanlage und Elektroinstallationen ersetzt oder verschiedene Reparaturen vorgenommen. Ein weiteres Kapitel ist hier der Ankauf von Ausstattungen, beispielsweise das Mobiliar und Bedarfsgegenstände für das Kunstlyzeum, Videoüberwachungs- und Alarmanlagen für sechs Bildungseinrichtungen oder Ausstattungen für die Höfe verschiedener Kindergärten, Schulen und Lyzeen.

Zu den laufenden Investitionen kommen die für die kommenden Jahre in Planung befindlichen Vorhaben hinzu. „Die Investitionen für 2020 sind eingeplant und finanziert, sodass wir diejenigen für die kommenden Jahre vorbereiten. Wir werden die Dokumentationen für den Bau neuer Kinderkrippen und Kindergärten und den Ausbau der Bildungseinrichtungen zwecks Erweiterung der bestehenden Räumlichkeiten angehen“, ergänzt Astrid Fodor. Ein besonderes Anliegen der Stadtverwaltung ist die Beseitigung des Zwei-Schichten-Unterrichts durch den Ausbau des Lyzeums „O. Ghibu“ und der Schule Nr. 4 sowie der Bau eines Sportsaales hier. Was die Vorschulbildung anbelangt, ist die Errichtung neuer Kinderkrippen am Konradplatz/Piața Cluj, in den Vierteln Hippodrom, Vasile Aaron und Reșița sowie neuer Kindergärten in den Stadtteilen Vasile Aaron, Reșița und an der Kleinscheuerner Straße/Calea Șurii Mici in Planung.

 

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