Wirbel um Privatisierung des Chemiewerks Oltchim

Öffentlichkeit wittert PR-Farce des Moderators Dan Diaconescu

Bukarest (ADZ) - Mit Recht vermeldete die Presse am Wochenende eine „Sensation“ bei der Oltchim-Privatisierung: Nachdem sich keiner der von der Regierung in Aussicht gestellten internationalen Großinvestoren an der Auktion beteiligte, ging der Zuschlag an den umstrittenen TV-Moderatoren Dan Diaconescu, Inhaber des Skandalsenders OTV sowie Gründer der „Partei des Volkes - Dan Diaconescu“.

Diaconescu hatte mit 203 Mio. Lei (rund 45 Mio. Euro) für 53 Prozent der Anteile des maroden Chemiewerks das beste Angebot hinterlegt. Er habe ein hohes Angebot unterbreitet, „damit Ponta Geld für Renten und Löhne hat“, tönte Diaconescu. Da seine Medienunternehmen allerdings vor der Insolvenz stehen, befürchten Politiker und Analysten, dass er sich mit seinem Oltchim-Einstieg lediglich eine PR-Farce geleistet hat, um bei den Parlamentswahlen Stimmen einzuheimsen. Premier Ponta drohte ihm offen mit rechtlichen Konequenzen, sollte die Privatisierungssumme nicht binnen zehn Tagen überwiesen werden.

Der Skandalmoderator deutete indes an, dass hinter ihm ein Großkonzern stecke und stellte Oltchim Sofortinvestitionen in Höhe von zwei Mrd. Euro in Aussicht. Am Montag verweigerte Diaconescu jedoch fürs Erste die Unterzeichnung des Privatisierungsvertrags wegen „zahlreicher Mankos“. Danach hieß es für ihn ab zum Gerichtstermin, da gegen ihn schon seit Jahren ein Verfahren wegen Erpressung läuft.

cffviseu

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Bemerkungen :

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    Helmut 25.09.2012 Beim 19:36
    Der Zuschlag für eine Typen wie Diaconescu war ein großer Fehler der Regierung.Hoffentllich wird,daß in den nächsten Tagen korrigiert.Dieser Großkonzern,der angeblich dahinter stecken soll,weis selber nichts davon.Also ist große Vorsicht geboten um nicht in einen neuen Skandal verwicklet zu werden.Mit Leuten wie Diaconsescu(auf Grund seiner Vergangenheit) und seiner Partei darf keine andere Partei je zusammen arbeiten,dies wäre ein großes Unglück für das Land.
  • user
    Rudi 25.09.2012 Beim 05:58
    Normal sollten 10% von der im Angebot stehenden Summe innerhalb von 24 Stunden als Garantie hinterlegt werden, ist das nicht der Fall, so ist das Angebot ausgeschieden, und der nächste Bieter erhält den Zuschlag !
    Bei Bankgarantien, da kommen die dann wieder mit einer Fälschung von einer Bank aus dem Irak, ( da hat die PDL ja schon gute Erfahrungen damit), die am Schluß keinen Wert hat ( siehe Romstrade)!!! Wenn da schon so Finanzstarke Unternehmen hinter dem Gebot von D.D. Stehen , dann können diese ja gegen eine Geheimhaltungsvereinbahrung direkt benannt werden, aaaber, da geht es ja wieder um eine Weitervermarktung zu einem viiiiiel höheren Preis, bei dem dann wieder alllle mitkasieren !!!!!!
  • user
    sraffa 24.09.2012 Beim 15:34
    Warum tut sich dieses Land dauernd so etwas an ? Grundlage seriöser Bieterverfahren sind Bankgarantien auf erste Anforderung hin ; Wettbewerber welche solche Garantien nicht stellen können werden da überhaupt gar nicht erst zum Bieterverfahren zugelassen. Oder will man nur Unfähigkeit zur Erfüllung der Anforderungen des IMF demonstrieren ??
  • user
    Herbert 24.09.2012 Beim 14:35
    Eine traurige Geschichte - wie so viele Dinge in Rumänien !