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Zeitweilig Streit über das Geld für Kirchenbau

Premier Cioloş gibt gegenüber dem Patriarchen nach

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Nachdem das Finanzministerium die Ziffern des Staatshaushalts 2016 bekannt gegeben hatte, ist es das Wochenende über zu einem Streit zwischen dem Patriarchen der Rumänischen Orthodoxen Kirche, Daniel, und den Vertretern der Regierung gekommen. Im Entwurf des Staatshaushalts sind zwar Summen vorgesehen für die Erhöhung der Gehälter der Geistlichen und der weltlichen Angestellten der Kirchen, aber keine Summen für den Bau neuer Kirchen und die Sanierung der vorhandenen. Bei den Gehältern sind 315,1 Millionen Lei bzw. 202,7 Millionen Lei eingeplant.

Der Patriarch der Rumänischen Orthodoxen Kirche, Daniel, äußerte am Samstag: „Ich habe des öfteren gesagt, dass wir mit der Besteuerung der Einkünfte der Kirche einverstanden sind, noch mehr, wir sind auch bereit, auf die Bezahlung der Gehälter durch den Staat zu verzichten, vorausgesetzt, dass uns der Staat alles zurückgibt, was er uns willkürlich genommen hat.“ Bei der Säkularisierung vor 150 Jahren ist der Staat die Verpflichtung eingegangen, die Gehälter der Geistlichen zu bezahlen und für den Bau neuer Kirchen aufzukommen.

Von Sonntag wird das Telefongespräch zitiert, das Ciolo{ mit dem Patriarchen geführt hat, demnach hat der Premier eingeräumt, dass der Staat auch den Kirchenbau im „Rahmen des Möglichen“ unterstützen werde. Das Patriarchat hat auch darauf verwiesen, dass es für den Bau der nationalen Kathedrale ein Gesetz aus dem Jahr 2005 gibt.

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Bemerkungen :

  • user
    Kritiker 08.12.2015 Beim 08:15
    Die katholische Kirche (Pater Sporschill) kümmert sich um die Straßenkinder in Rumänien aber die orthodoxe Kirche investiert nur in neue Kirchen, die niemand benötigt. Die Priester tragen überdimensionale Goldkreuze sodass sie ihre Köpfe nicht mehr gerade halten können (das ist für mich ziemlich abstoßend). Eigentlich sollte die Kirche für die Armen da sein und nicht der Prunksucht frönen.
  • user
    sraffa 08.12.2015 Beim 01:19
    Solange die Orthodoxen ihr Vermögen nicht für die Hilfe für wirklich Bedürftige einsetzen sondern in Gold auf ihren Dächern umwandeln wollen sollten sie nur das erhalten was Millionen Andere in Rumänien auch erhalten.
Kanton Aargau