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Zsolt Török im Fogarascher Gebirge verunglückt

Arader Bergsteiger stürzte in der Nähe des Negoiu-Gipfels in die Tiefe

Der Arader Zsolt Török (1973 – 2019) war als Bergführer, professioneller Bergsteiger und Inspirationsredner tätig. Foto: torok.ro

Arad – Der aus Arad stammende Zsolt Török, einer der besten Bergsteiger Rumäniens, ist am Samstag tot in der Nähe des Negoiu-Gipfels (2535 m) im Fogarascher Gebirge/Munţii Făgăraş aufgefunden worden. Ersten Ermittlungen zufolge soll der 45-jährige Alpinist in die Tiefe gestürzt sein, nachdem sich ein Felsen unter seinem Gewicht einfach losgelöst habe, so die Vermutungen der Bergretter. Zsolt Török trainierte gerade im Fogarascher Gebirge, als sich die Tragödie ereignete.

Der Alpinist wurde von seiner Frau am Samstagmorgen beim Hermannstädter Bergrettungsdienst als vermisst gemeldet, nachdem ihr Mann seit Mittwoch kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hatte. Bekannte des Bergsteigers entdeckten seine Sachen im Călţun-Refugium im Gebirge und setzten seine Frau darüber in Kenntnis, dass von Zsolt Török jede Spur fehlte. Ursprünglich hatte sich seine Frau keine Sorgen gemacht, zumal in der Gegend, wo sich Zsolt aufhielt, nicht überall Handyempfang herrschte. Infolge der Suche zahlreicher Bergretter aus den Kreisen Hermannstadt/ Sibiu und Argeş sowie eines Hubschraubers des Innenministeriums (MAI) konnte der leblose Körper des Arader Alpinisten entdeckt und in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder ins Tal gebracht werden.

Zsolt Török war seit drei Jahrzehnten seiner großen Leidenschaft, dem Klettern, nachgegangen, und erklomm im Laufe seiner Karriere Gipfel wie Peak 5 (6374 m), Ama Dablam (6812 m), Pumori (7161 m) und Nanga Parbat (8126 m) im Himalaya-Gebirge. 2009 ernannte ihn der Rumänische Bergsteigerverband zum Sportler des Jahres in der Kategorie „Technisches Klettern“. 2011 wurde ihm dieser Titel erneut zuteil, nachdem er bei einem Bergsteig-Marathon mehr als 16 Trassen in fünf Ländern in etwa zwei Monaten bewältigt hatte. 2013 schaffte er die Besteigung des Nanga Parbat im Himalaya - eine der größten Leistungen im rumänischen Alpinismus. Im Jahr 2016 bestieg er, zusammen mit Vlad Căpuşan, den Gipfel Peak 5, wobei das Unterfangen die allererste zertifizierte Besteigung dieses Gipfels darstellte. Die Strecke benannten die beiden Alpinisten „Romanian Flame“.

Das Begräbnis des beliebten Arader Sportlers findet heute, Dienstag, um 14 Uhr, im Eternitatea-Friedhof (UTA) in Arad statt.

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