BANATER ZEITUNG: Nachrichtenarchiv

Nicht nur Wallfahrtskirche braucht neue Fassade

Der Gemütszustand von Pfarrer Andreas Reinholz fährt derzeit bestimmt Achterbahn - mit positiven Akzenten: Da ist zum einen die anstehende Sanierung von Kirche und Kloster Maria Radna, zum anderen melden sich entrüstete Touristen über den Zustand der päpstlichen Basilika Minor im Arader Kur- und Wallfahrtsort. In knapp dreieinhalb Jahren soll die Sanierung abgeschlossen sein, in diesen Tagen steht die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten...

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Fiktionale Geschichte

Immer noch steht – wegen verblassender Druckfarbe kaum lesbar – auf der Litfaßsäule am Gehsteigschnittpunkt auf dem Freiheitsplatz in Temeswar „Die Proklamation von Temeswar“, seit deren Verabschiedung am 11. März 22 Jahre vergangen sind. Wie zum Geburtstag dieses von ganz Rumänien zurückgewiesenen Dokuments einer jungen Zivilgesellschaft – inzwischen ein historisches Dokument, dass ihr postkommunistisches Niveau dokumentiert – verabschiedete das...

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Buchtipp der Woche

Es ist eine zeitlose Geschichte. Egal wann man damit anfängt. Und egal, ob man das Meer kennt oder nicht, Iris Murdoch lässt es in die Seele eines jeden Lesers eingreifen. Unterschiedlich, privat, eigenartig. Denn sein Rausch und seine stürmischen Wellen, lässt einen irgendwie sein Leben überdenken. Bei den detaillierten Beschreibungen des Meeres, mit denen Iris Murdoch ihren bekanntesten Roman bespickt,  muss man stoppen, sie wiederholen, die...

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Die Straße als Kunstszene

Graffiti, Stencils, Tags – alles soll Temeswar/Timişoara im Rennen für den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt fördern. Abseits der kulturellen Vielfalt, Geschichte und der üblichen touristischen Attraktionen möchten die Veranstalter des Graffiti-Festivals Temeswar für Touristen etwas Alternatives anbieten. Riesengroße Stencils oder mit Graffiti bedeckte Fassaden nach dem Muster der wahren Kultstädte im Bereich der Straßenkunst sollen wie...

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Berufsschulen brauchen Motivation und Impulse

Ob es ein durchschlagender Erfolg wird, oder nicht, darüber werden erst die kommenden Wochen und vielleicht Monate entscheiden – Ein Versuch war es wohl trotzdem wert, die „Woche der Berufe“ an Schulen zu veranstalten, an denen ab kommendem Herbst erneut Berufsschulklassen funktionieren werden. Obwohl diese Promo-Woche bereits am vergangenen Montag beginnen sollte, tappten viele direkt Implizierte am Dienstag noch im Dunkeln. Im Verwaltungskreis...

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Glasfaserkunststoff für den Brückenbau

Er ist jung, ehrgeizig und fest entschlossen, in Rumänien zu bleiben: Der 27-jährige Absolvent der Abteilung für Bauingenieurwesen in deutscher Sprache an der TU Politehnica, Lucian Blaga, verteidigte Anfang März seine Doktorarbeit in Temeswar/Timişoara. Daran hatte er am Helmholtz Zentrum Geesthacht bei Hamburg in Deutschland gearbeitet.

„Innovative Materialien im Brückenbau“ hieß die Dissertation, die der Absolvent der Temeswarer...

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Anspruchsvolles, modernes Kulturangebot

„Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass die Erfolge erkämpft werden müssen“, meinte Andreas von Mettenheim in seiner Festrede zum zehnjährigen Jubiläum des Kulturzentrums aus Temeswar. Niemand stimmte dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland mehr zu als die Leiterin des Kulturzentrums, Alina Baciu. Schließlich waren die letzten drei Jahre eine Bewährungsprobe für sie gewesen. Als die Robert-Bosch-Stiftung sich als Hauptförderer zurückzog,...

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Erstes „Bookfest“ in Temeswar

Temeswar (BZ) - Welche Bücher man in diesem Frühjahr gelesen haben muss und welche Neuheiten die Literaturszene bereithält – all das können die Temeswarer Leseratten bei der ersten Auflage der Buchmesse „Bookfest“ in Temeswar/Timişoara erfahren. Zum ersten Mal wird die bekannte Buchmesse auch außerhalb der Hauptstadt stattfinden – ein Zeichen, dass sich auch die Stadt an der Bega zu einer Lese- und Publikumsmesse etabliert hat. Die Messe beginnt...

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Dreiecksgeschichte bei Cărtureşti

Temeswar (BZ) - Drei Menschen treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander: Thomas, jung, kräftig, wortkarg, früher Soldat in Afghanistan; Ali, misstrauisch, aber leutselig, ein türkischer Unternehmer in Deutschland, der mit Imbissbuden reich geworden ist; Laura, Alis Frau, attraktiv, distanziert, beherrscht, wie jemand, der schon vieles hinter sich hat. Auf den Landstraßen des deutschen Nordostens, in den Wäldern des weiten Landes, an...

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Berufswahl war so nicht geplant

Telefonate, Planungen, kurze Gespräche mit den Mitarbeitern – dazwischen kommt auch unser Gespräch zustande: Senta Gondi weiß an diesem Tag wirklich, was es heißt, Leiterin der Aus- und Fortbildungsabteilung der IHK im Verwaltungskreis Temesch/Timiş zu sein. Ihr Mundart gefärbtes Deutsch klingt wie Balsam in den Ohren - Lange habe ich keine Absolventin der Germanistik mit einem solch prägnanten Akzent guten alten Temeswar-Deutsch gehört....

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