Erasmus Büchercafe

BANATER ZEITUNG: Nachrichtenarchiv

Literaturtage der positiven Überraschungen

Es hat bei der 24. Ausgabe der „Reschitzaer Deutschen Literaturtage“ einiges an positiven Überraschungen gegeben. Als solche muss das Lyrikerdebüt von Balthasar Waitz gesehen werden, der am Samstag mit einer Reihe epischer, in kauzig-sarkastischem Tonfall geschriebener Gedichte eine vielapplaudierte Lesung bestritt, in welcher er – sich selber treu – Tonfall und einige Themata seines „Bestsellers“ (Annemarie Podlipny-Hehn) „Krähensommer“ aufnahm...

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Auf dem „Cioca“: Schülern die Fliegerei näher gebracht

„Die Flugzeuge darf niemand anfassen“, „die Besichtigung erfolgt von rechts nach links“, „verlässt Eure Gruppe nicht“. So eine Art „Leviten lesen“ ist es, wenn Andreea Apetrei – aus Sicherheitsgründen - die Schülergruppen einweist, wie sie sich im Hangar des Flugplatzes für Nutzfliegerei „Cioca“ am Stadtrand von Temeswar zu verhalten haben. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen wurden die Motoren an diesem Tag nicht gestartet. Etwa 1200 Schüler aus...

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Trotz Programmvielfalt: Weinsalon eher spärlich besetzt

Reichlich Freiräume zwischen den Ausstellern und öffentliche Institutionen als Notnagel, um das allgemeine Bild zu wahren, zeigten die Zurückhaltung der Branche für die Weinmesse, die am vergangenen Wochenende im Regionalen Geschäftszentrum der Temescher IHK über die Bühne gegangen ist. Bekannte Weinstuben aus Rumänien ließen ihre Stände unbesetzt, auch wenn sie ihre Präsenz beim 11. Temeswarer Weinsalon angesagt hatten. Dabei wissen doch gerade...

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Kinder aus Warjasch lernen banatschwäbische Tänze

Angenehmes Aprilwetter herrscht an dem Freitag Nachmittag, an dem Edith Singer, Andreea Gabor und Hansi Müller nach Warjasch/Varias fahren. Die 5700-Seelen-Gemeinde ungefähr 40 Kilometer von Temeswar/Timisoara entfernt schlummert in der Abendsonne. Mit neuen Pflastersteinen wurden die Gehwege in der Gemeinde belegt und auch sonst sieht Warjasch aus, als ob es sich im Aufbruch befände. Auf den Straßen ist kaum jemand, nur hie und da sitzen einige...

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DWC-Raum im Deutschen Kulturzentrum

Ein Banner in einem frischen und attraktiven Design ziert den Raum zwei des Deutschen Kulturzentrums Temeswar/Timisoara und weist, mit Hilfe von Stichwörtern und der symbolischen Darstellung verschiedener Gebäude der Stadt, auf die wichtigsten wirtschaftlichen, industriellen und kulturellen Standorte Temeswars hin. Das Publikum des Kulturzentrums wird dadurch aufmerksam gemacht, dass es ein gemeinsames Ziel beider Institutionen ist, die deutsche...

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Geschichten erzählen mit Beate Dölling

Mädchen können nicht nur genauso gut Fußballspielen wie Jungs, sie können sie auch übertreffen. Diese Lektion muss der elfjährige Lino lernen, tut sich aber schwer damit, weil es nicht nur ein Mädchen ist, die besser spielen kann als er, sondern auch weil es sich um seine kleine Schwester, Ella, handelt. Eine Stunde lang las die Kinderbuchautorin Beate Dölling aus ihrem Jugendroman „Anpfiff für Ella“ vor. Die Schriftstellerin besuchte zum ersten...

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„Er bringt eine ganz andere Welt auf die Bühne“

Er gehört zu den größten Schriftstellern Österreichs. Thomas Bernhard beeinflusste seit den 1960er Jahren bis zu seinem Tod und darüber hinaus Autoren aus dem deutschsprachigen Raum. Sein unverkennbarer Stil fand schnell Nachahmer und seine Bedeutung für die Gegenwartsliteratur erkennt man schon an dem immer wieder auftauchenden Kunstwort „bernhardesk“. In Rumänien bleibt Bernhard ein vernachlässigter Autor oder zumindest Dramatiker. Denn obwohl...

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Mehr Rücksicht auf Studenten mit besonderen Bedürfnissen

Rollstuhlfahrer haben es in den Uni-Gebäuden oft schwer, weil Aufzüge zu eng und Hörsäle schwer zu erreichen sind. Doch nicht nur die Erreichbarkeit der Klassenräume ist ein Problem - auch für Studenten mit anderen Behinderungen ist das Studium an den Temeswarer Unis eine Qual. Universitäten sollen aber Programme entwickeln und Rücksicht auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Studierenden nehmen.

Andrei Stratila ist schon seit seiner Geburt blind....

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Beiträge zur Banater Erinnerungskultur (12 - 2)

Man kann heute noch auf den großen Schlacht-Feldern des ersten Weltkriegs (und nicht nur in Flandern oder Nordostfrankreich, sondern auch in den Alpen) die Spuren der übermenschlich umfangreichen Erdarbeiten sehen, welche Soldaten und Pioniere, oft auch mit dem unter Waffengewalt erzwungenen Beitrag der ortsansässigen Bevölkerung, durchgeführt haben. Die Heere vergruben sich buchstäblich.

Der Feind sollte zuerst mittels spanischer Reiter und...

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Kommentar: Fanal 25

Die Parteien haben in abstumpfender Schäbigkeit ihre Listen für die Europawahlen veröffentlicht und den Skandalzeitungen Anlass gegeben zu dürftigen „Sensationsmeldungen“, etwa betreffs der reichsten unter den Kandidaten. Aber die Medien haben es bislang verpasst, die eigentlichen Spitzenkandidaten jeder Parteienliste zu nennen: deren Chefs. Oder glaubt jemand wirklich, dass sich das rumänische Wählervolk zu den Urnen bewegen lässt, um auf der...

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