„Herta Müller: Der Teufelkreis der Wörter“

Ausstellung des Goethe-Instituts im Temeswarer Kunstmuseum

Die Tournee-Ausstellung kommt auch in Temeswar an.

Die Wanderausstellung des Goethe-Instituts „Herta Müller: Der Teufelskreis der Wörter“ wird Ende dieser Woche in Temeswar/Timisoara eröffnet. Dokumente, Fotografien aus dem Familienbesitz Herta Müllers, Interviewaufzeichnungen, Collagen und Auszüge aus Akten der Securitate bieten einen Einblick in das Werk und Leben der rumäniendeutschen Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin. Die Ausstellung macht eine bisher weniger öffentlich bekannte Facette des Lebens und Schaffens von Herta Müller und den Lebensweg der aus dem Banat stammenden Schriftstellerin bekannt. Durch die Ausstellung des Goethe-Instituts wird ihr ganzer Lebensweg, angefangen von der Kindheit in Nitzkydorf im Banat und bis zur Verleihung des Nobelpreises für Literatur im Jahr 2009, vorgestellt.

„Herta Müller: Der Teufelskreis der Wörter“ ist eine gestrafft und überarbeitete Version der Ausstellung „Der kalte Schmuck des Lebens“, die im Literaturhaus Berlin konzipiert wurde und unter anderem auch im Literaturhaus München zu sehen war. Die Tournee-Ausstellung wanderte bereits durch mehrere rumänische Großstädte und nicht nur. Anfang dieses Jahres war die Ausstellung auch in Ungarn in Fünfkirchen/Pécs zu sehen. In Temeswar bleibt die Herta-Müller-Ausstellung bis am 5. März offen.

Die Herta-Müller-Ausstellung wird also am 13. Februar, um 18 Uhr, im Barocksaal des Kunstmuseums Temeswar eröffnet. Prof. Dr. Roxana Nubert, die Leiterin des Germanistik-Lehrstuhls an der Westuniversität Temeswar, und Werner Kremm, Redaktionsleiter der Banater Zeitung und ehemaliges Mitglied der „Aktionsgruppe Banat“, werden einführend über Werk und Werdegang Herta Müllers sprechen. Zudem wird Claudia Ieremia, Schauspielerin am Nationaltheater Temeswar, kurze szenische Lesungen aus dem Werk Herta Müllers halten.

Die Herta-Müller-Ausstellung wurde vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin entwickelt und wird nun vom Deutschen Kulturzentrum Temeswar auch in der Bega-Stadt präsentiert. Die Ausstellung kann im Kunstmuseum bis am 5. März täglich zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden. Den Besuchern wird in dieser Zeitspanne auch ein reichhaltiges Rahmenprogramm angeboten. Vorgesehen ist auch ein Rundtischgespräch mit der Literaturexpertin und ehemaligen Redakteurin des Rumänischen Programms der Deutschen Welle Bonn, Rodica Binder, dem Temeswarer Schriftsteller Radu Pavel Gheo und dem rumänischen Herta-Müller-Übersetzer Alexandru Al. [ahighian. Das Rundtischgespräch soll am 21. Februar um 17 Uhr stattfinden. Auch Lesungen und Führungen durch die Ausstellung sind geplant.