Verleihung des „Alexander Tietz“-Preises 2019

Laudatio auf Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf

Professor Gräf erhält vom DFBB-Vorsitzenden die Auszeichnung

Die Urkunde für den verdienstvollen Berglanddeutschen Fotos: der Verfasser

Seit 1999 verleihen das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen (DFBB) und der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe“ Reschitza“ jährlich den „Alexander Tietz“-Preis als höchste Auszeichnung der Banater Berglanddeutschen an Personen, die sich besonders auf kultureller, geschichtlicher oder schulischer Ebene für das Banater Berglanddeutschtum eingesetzt haben. Für das Jahr 2019 haben die Aufsichtsräte des DFBB und des Reschitzaer Kulturvereins am 9. Januar d.J., dem Geburtstag des Preis-Namensgebers, beschlossen, diese besondere Ehrung dem in Reschitza geborenen Historiker Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf, als wichtigstes Zeichen unserer Wertschätzung, zukommen zu lassen.

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf ist 1955, Absolvent der Geschichte und Philosophie-Fakultät der Universität „Alexandru Ioan Cuza“ Jassy (1981), geboren. Seine Doktorarbeit schrieb er zum Thema „Die Banater Domänen der StEG“, als Buch im Verlag „Banatica“ in Reschitza, 1997 erschienen.

Seine Berufslaufbahn begann er 1981 als Geschichtslehrer an Schulen in Lugosch und in seiner Heimatstadt Reschitza. 1984 wechselte er zum damaligen Geschichtsmuseum des Kreises Karasch-Severin, heute Museum des Banater Montangebiets, um, wo er im Laufe der Jahre verschiedene Funktionen ausübte:  Museograph, wissenschaftlicher Forscher, Abteilungsleiter. Dann wechselte er an die Uni Klausenburg, wohin ihn sein Doktorvater, der aus Bokschan stammende Historiker Univ.-Prof. Dr. Nicolae Boc{an, holte. Dort ist er gegenwärtig in der dritten Legislatur Vizerektor. Seit 2018 ist er auch Direktor des bekannten Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften in Hermannstadt. Seit 2009 betreut er als Doktorvater viele Hochschulabsolventen.

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf war 2012 - 2013 Gastprofessor am Institut für Geschichte der Universität Regensburg, ist Mitglied des wissenschaftlichen Rats des „Brukenthal“-Museums Hermannstadt, des Museums des Banater Montangebiets Reschitza und des Museums des Grenzregiments Karansebesch sowie des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen, Mitglied des Kuratoriums des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V. München, an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Mitglied der Historiker-Vereine aus dem Banat und Siebenbürgen und der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa, München und Tübingen. Ferner ist er Mitglied der Redaktionen der Zeitschriften „Transylvanian Review“ des Siebenbürgischen Forscherinstituts der Rumänischen Akademie und der Zeitschrift „Banatica“ des Reschitzaer Museums des Banater Montangebiets.

Als Historiker hat er sowohl im In- wie auch im Ausland zahlreiche Bücher verfasst oder herausgegeben. Für elf Buchveröffentlichungen zeichnet er die Übersetzung.2012 bekam er das Bundesverdienstkreuz I. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und ein Jahr später, 2013, das Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, I. Klasse. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf ist Träger verschiedener weiteren Anerkennungen im In- und Ausland.

Wo immer er auch weilte, trug er dazu bei, dass das Banater Bergland, aber auch die hier in den letzten 300 Jahren angesiedelten Banater Berglanddeutschen, bekannt gemacht werden.

Er stand seiner Heimat stets nahe und war immer wieder bereit, hier Vorträge zu halten, Bücher zu präsentieren, das Interesse an der Region aufrechtzuhalten, oft auch in der Deutschen „Alexander Tietz“-Bibliothek Reschitza. Für ihn war und bleibt Alexander Tietz, der Namensgeber dieses Preises, ein Maßstab für die Menschen des Banater Berglands.

Unser „Alexander Tietz“-Preis soll eine wohlverdiente Anerkennung dieser Bestrebungen von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf im und für das Banater Bergland darstellen. Wir sind der Hoffnung, dass unser Preis einen Ehrenplatz in seinem Herzen bekommen wird!

Bis jetzt wurden mit dem „Alexander Tietz“-Preis folgende Persönlichkeiten geehrt: † Dr. Traute Kocmann-Lorinser aus Graz / Steiermark (1999), Dipl.-Ing. Karl Ludwig Lupșiasca aus Reschitza (2000), Max Wratschgo aus Feldbach / Steiermark (2001), Univ.-Prof. Dr. Reinhold Reimann aus Graz / Steiermark (2002), Heinz Stritzl aus Klagenfurt am Wörthersee / Kärnten (2003), Alt-Landeshauptmann Waltraud Klasnic aus Graz / Steiermark (2004), Horst Martin aus Temeswar (2005), Dr. Herwig Brandstetter aus Graz / Steiermark (2006), † Henriette Bacizan aus Steierdorf (2007), Josef Barna aus Reschitza (2008), † Dipl.-Ök. Waldemar Günter König aus Reschitza (2009), die Schwestern Sr. Gertrud Petschan, Sr. Katharina Pinzhoffer, Sr. Paulis Mohr und Sr. Hiltrud Frühholz aus Tirol / Königsgnad (2010), Erwin Josef Ţigla aus Reschitza (2011), Univ.-Prof. Dr. Hans Stendl aus Bukarest (2012), Dipl.-Ing. Hugo Eduard Balazs aus Stuttgart / Deutschland (2013), Mag. Udo Peter Puschnig aus Klagenfurt am Wörthersee / Kärnten (2014), † Univ.-Prof. Dr. Karl Singer aus Temeswar (2015), Elisabeth Thalhammer mit Dipl.-Ing. Gerhard Krajicek (beide aus Graz / Steiermark, 2016), Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer aus Graz / Steiermark (2017) und Anton Ferenschütz aus Bielefeld (2018).

 

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