Abschluss des Hochleistungs-Laserprojekts gefährdet

Konflikte in Măgurele: Institutsdirektor entlassen

Die rumänische Komponente ELI-NP (Extreme Light Infrastructure-Nuclear Physics) in Măgurele des 875-Millionen-Euro-EU-Megaprojekts ELI soll zusammen mit zwei weiteren Hochleistungslasern in Ungarn und Tschechien die Forschung in Zentral- und Osteuropa ankurbeln. Wegen Verzögerung einer Schlüsselkomponente und darauf folgenden internen Streitigkeiten riskiert Rumänien nun, aus der Kooperation ausgeschlossen zu werden.

Bukarest (ADZ) - Die Rumänische Akademie reagiert entrüstet auf die am vergangenen Freitag erfolgte Entlassung des Direktors des Nationalen Instituts für Kernphysik und Kerntechnik „Horia Hubulei“, Nicolae Zamfir. Zamfir wurde wiederholt Managementschwäche und Korruption vorgeworfen. Nachfolger wurde Nicolae Mărginean. Die Entscheidung von Unterrichts- und Forschungsministerin Monica Anisie gefährde den Abschluss des rumänischen Hochleistungslaserprojekts ELI-NP (Extreme Light Infrastructure – Nuclear Physics), warnt die Akademie.

Der interne Konflikt, in den auch internationale Kreise hineingezogen wurden, begann 2018 mit der Kündigung des Vertrags mit dem Produzenten der Gammaquelle, einer Schlüsselkomponente, seitens Zamfir, was die Finalisierung dieses Teilprojekts bis 2023 verzögert. Als Folge stellten die beiden anderen ELI-Teilnehmerländer den Antrag auf Bildung eines Europäischen Forschungskonsortiums (ERIC) ohne Rumänien. Sollte Rumänien auch in Zukunft ausgeschlossen bleiben, besteht das Risiko, auf den Betriebskosten von ELI-NP von jährlich 30 Millionen Euro sitzen zu bleiben – bei einem Forschungsbudget von nur 6 Millionen Euro.

 

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