Ärzte drohen mit Rücktritt und Generalstreik

Gesundheitsminister ist überrascht und will weiter verhandeln

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der Vorsitzende des Ärztekollegiums, Vasile Astărăstoae, hat Donnerstag mitgeteilt, dass die Ärzte Massenrücktritte und den Generalstreik vorbereiten.
Sie könnten sowohl die schlechte Entlohnung als auch die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern nicht mehr ertragen. Außerdem finde in den Medien eine Hetzkampagne gegen die Ärzteschaft statt. Sie schlagen auch vor, dass die Ärzte nicht mehr zur Kategorie der Staatsbediensteten gehören sollen.

Gesundheitsminister Eugen Nicolăescu zeigte sich von dieser plötzlichen Ankündigung überrascht: „Wir haben stets Gespräche mit den Berufsorganisationen der Ärzte geführt, wir arbeiten zusammen auch ein Gesetz über die Entlohnung aus. Auch mit dem Ärztekollegium arbeiten wir stets zusammen. Wir werden diesen Dialog fortsetzen.“

Staatssekretär Raed Arafat teilte mit, dass innerhalb von zwei Wochen konkrete Vorschläge unterbreitet werden, die den Forderungen des medizinischen Personals entsprechen. Eine Arbeitsgruppe würde sich mit dem Status der Krankenhäuser beschäftigen und der Möglichkeit, sie aus der Kategorie der vom Staatshaushalt abhängigen Institutionen zu entfernen. In der zweiten Gruppe würde die Entlohnung behandelt. Diese solle anders geschehen als bisher. Ärztegehälter sollen 1000 Euro im Monat erreichen, hatte Minister Eugen Nicolăescu versprochen.

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