Ein Hauch von Tauwetter zwischen Moskau und Bukarest

Corlăţean fordert Erdgasimporte ohne Zwischenhändler

Rumäniens Außenminister Titus Corlăţean und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow wollen die bilateralen Beziehungen nach einer langen diplomatischen Eiszeit nun anhand „neuer, positiver Grundsätze“ wiederbeleben. Foto: Agerpres/AP

Bukarest/Moskau (ADZ) - Außenminister Titus Corlăţean hat zum Abschluss seines zweitägigen Moskau-Besuchs gegenüber der rumänischen Presse die mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow geführten Gespräche als wichtigen Schritt in Richtung Ausbau des „politischen Dialogs“ und der Wirtschaftskooperation zwischen den beiden Ländern bezeichnet.

Corlăţean teilte des Weiteren mit, im Gespräch mit Lawrow unter anderen auch das Thema der rumänischen Erdgasimporte aus Russland angeschnitten zu haben – Bukarest würde den Ausschluss der bisherigen Zwischenhändler sehr begrüßen, da sich Direktimporte schließlich auch im Endpreis widerspiegeln. 

Der russische Chefdiplomat erklärte nach dem am Dienstag stattgefundenen Treffen, es sei offensichtlich an der Zeit, die bisherige „Stagnation“ in den bilateralen Beziehungen zu überwinden und eine „neue Etappe“ einzuleiten – Moskau begrüße den Willen der „jetzigen Führung Rumäniens“ bezüglich der Förderung des „politischen Dialogs“ sowie „gegenseitig vorteilhafter Projekte“. Bezüglich der Republik Moldau sagte der russische Außenminister, dass sein Land die „territoriale Integrität“ des Nachbarlandes achte, die Republik Moldau solle „ein souveräner Staat bleiben und (…) Neutralität wahren“ – dies seien die Grundsätze, an denen Moskau sich in puncto Beilegung des Transnistrien-Konflikts orientiere.

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