Geheimdienst hatte vor Abitur-Betrug gewarnt

Weitere Fälle werden jetzt untersucht

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der Sprecher des Inlandsnachrichtendienstes SRI, Sorin Sava, teilte in einer Fernsehsendung mit, dass der Dienst rechtzeitig auf bevorstehende Betrugsfälle beim Abitur 2013 aufmerksam gemacht habe. Diese Warnungen seien ans Bildungsministerium gegangen, an die Staatsanwaltschaft und an den Premier. Auf die Frage, warum sich ein Geheimdienst mit solchen Angelegenheiten beschäftigen müsse, antwortete Sava, dass der Dienst es für wichtig halte, dass man Korruptionsfällen vorbeugt und sie rechtzeitig bekämpft.

Über das Bukarester Lyzeum „Dimitrie Bolintineanu“ wird gesagt, dass man bereits im Monat Mai auf den Hinweis von SRI „streng geheim“ mit der Überwachung begonnen habe. Inzwischen wurden bis Mittwochabend bei der hauptstädtischen Polizei 54 von den 59 vorgeladenen Schülern vernommen. Ursprünglich standen 100 Schüler auf der Liste, aber dann hatten die Staatsanwälte auf einen Teil verzichtet. Die gewesene Direktorin der Schule, Costica Vărzaru, sitzt nach wie vor für 29 Tage in Untersuchungshaft, das Gericht hat ihr Ansuchen, sie auf freiem Fuß zu vernehmen, abgewiesen.

Inzwischen haben sich Staatsanwaltschaft und Polizei weiteren Lyzeen zugewendet, bei denen der Verdacht besteht, dass beim Abitur betrogen wurde. Im Kreis Temesch sind das Schulen in Gătaia und Detta und im Kreis Konstanza eine Schule in Mangalia.

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