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Kritik aus Schweden über abgeblockte Expertengruppe

Teodorovici „offen für Kooperation“ in Roma-Frage

Stockholm/Bukarest (ADZ) - Die schwedische Europaministerin Birgitta Ohlsson ist nach eigenen Angaben „verärgert, traurig und enttäuscht“, weil monatelange vertrauliche Verhandlungen über die Gründung einer EU-Einsatzgruppe zur Verbesserung der Lebensumstände der Roma von Bukarest blockiert worden seien. Der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ sagte Ohlsson, die Initiative habe die Gründung einer „europäischen Expertengruppe“ visiert, um Rumänien anhand verstärkt abgerufener EU-Mittel aus dem Sozialfonds bei der Verbesserung der Lage der Roma zu unterstützen und zudem sicherzustellen, dass die Mittel auch dafür eingesetzt werden. Von den verbesserten Lebensbedingungen der Roma-Minderheit in ihren Herkunftsländern erhoffen sich die Behörden in Stockholm einen Rückgang der Bettelei. Ohlsson zufolge will Stockholm die Initiative trotz des rumänischen Widerstandes der EU-Kommission unterbreiten.

Rumäniens Minister für EU-Mittel, Eugen Teodorovici, versicherte am Dienstag Stockholm, dass die rumänische Regierung „offen für Kooperation“ sei – sowohl um die Absorption von EU-Mitteln zu verbessern als auch die Kapazität der Gemeinden bei der Verwaltung der EU-Gelder für sozial Benachteiligte zu optimieren, hieß es in dem an das schwedische Außenministerium, an EU-Regionalkommissar Hahn sowie an Sozialkommissar Andor gerichteten Schreiben.

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Bemerkungen :

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    Alexander 17.04.2014 Beim 13:58
    Welchen Anreiz soll die rumänische Seite denn darin sehen, wenn EU-Mittel für Roma abgerufen und dann auch wirklich für sie verwendet würden.
    Wahrscheinlich kann dann wegen den Schweden in der Kommission nicht mal das Töchterchen oder der Sohnemann mit einem dicken SUV-Dienstwagen durch die Lande zu den Benachteiligten fahren. Also warum die Mühe auf sich nehmen?
  • user
    Klaus 10.04.2014 Beim 15:38
    Ja lieber Karl wohin sollen den die Roma gehen?für sie ist dort wo sie leben ihr zu hause.Die heimat haben ihre vorfahren vor jahrhunderten verlassen.sollen sie doch hier leben und ihre sitten behalten.-Evtl. sind es mal die letzten menschen die ihre tradition nicht vergessen haben.Wir alle gehen doch auf einen einheitsbrei von -traditionslos- zu.Das ist der wille der EU -alle menschen gleich gefügig immer dem kapital zu diensten..sicher betteln und stehlen sollte abgeschafft werden.-
  • user
    Karl 10.04.2014 Beim 13:01
    ... ach, die Zigeuner müssen halt auch aus Rumänien weggehen, da die Wirtsbevölkerung schon so stark ausgedünnt wurde, dass die Basis wegzufallen beginnt. Sind ja bald nur mehr Pensionisten mit Minimaleinkommen im Land. Was kann flieht der Misere ...
  • user
    Sraffa 10.04.2014 Beim 12:58
    Wieso führt Schweden eigentlich "vertrauliche" (?) Gespräche ? Was soll da verheimlicht werden ??
Kanton Aargau