Sorin Grindeanu rügt „Inkohärenz“ der PSD

Ex-Premier will nicht für PSD-Vorsitz antreten

Bukarest (ADZ) - Der frühere sozialdemokratische Premierminister und gegenwärtige Chef der Telekommunikationsregulierungsbehörde ANCOM, Sorin Grindeanu, hat der PSD am Dienstag „Inkohärenz“ und Fehlentscheidungen, einschließlich hinsichtlich der Alarmstufe, vorgeworfen. In einem TV-Gespräch sagte Grindeanu, dass die PSD seiner Meinung nach in eine Falle getappt sei – die Alarmstufe sei nämlich der „völlig falsche Zeitpunkt für Politspielchen“, da „mit der Gesundheit der Menschen“ nicht gespielt werde dürfe. Politische Machtspiele seien daher fehl am Platz, in derartigen Zeiten hätten „einzig Experten das Sagen“.

Medienspekulationen über seinen eventuellen Antritt für den PSD-Vorsitz beim nahenden außerordentlichen Parteitag dementierte Grindeanu entschieden: Er werde sich der PSD erst dann wieder zuwenden, wenn sie „ein seriöses Links-Projekt“ vorzuweisen habe. In den letzten Jahren habe die Partei weite Teile ihrer Wählerschaft durch populistische und teils sogar konservative Rhetorik entfremdet, zurzeit könne sie nur noch auf ihre Kernwählerschaft bauen. Für die PSD gelte daher vor allem, verspieltes Vertrauen bzw. verlorene Anhänger wieder zu gewinnen, sagte Grindeanu.

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