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Überwältigende Mehrheit für Absetzung des Präsidenten, Wahlbeteiligung nahe an der 50-Prozent-Marke

Bukarest (ADZ) - Laut Umfragen hat eine klare Mehrheit der sich an der Volksabstimmung über die Amtsenthebung des Präsidenten Traian Băsescu beteiligten Wähler für dessen Absetzung gestimmt. Laut Meinungsforschungsinstitut CCSB betrug die Wahlbeteiligung bis 21 Uhr (zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale) 44  Prozent, 84 Prozent der Wähler sollen laut Umfrage für die Absetzung des Präsidenten abgestimmt haben. Operations Research, ein anderes Meinungsforschungsinstitut, das im Auftrag des Fernsehsenders Realitatea TV eine Umfrage erstellte, berechnete die Wahlbeteiligung bis 21 Uhr ebenfalls bei 44 Prozent, 86,90 Prozent der Wähler sollen für die Absetzung des Präsidenten gewählt haben.

Laut Angaben des Zentralen Wahlbüros haben bis 20 Uhr 37,67 Prozent der über 18 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Berechnungen über die Wahlbeteiligung bei Schließung der Wahllokale folgen um 0.30 Uhr.

Update 0.30 Uhr: Laut Errechnungen des Zentralen Wahlbüros lag die Wahlbeteiligung bis 23 Uhr bei 45,92 Prozent. Die Errechnung beinhaltet nicht die Stimmen der auf den zusätzlichen Wählerlisten eingetragenen Wähler sowie die Wähler aus dem Ausland.  Eine Fehlerwahrscheinlichkeit von plus/minus drei Prozent ist zu berücksichtigen.

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Bemerkungen :

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    Andrey 30.07.2012 Beim 22:48
    Lieber Herr Werner,
    kann man einem mit den Stimmen der Nicht-Wähler im Amt bestätigten Präsidenten trauen, der am Anfang der Wahlkampagne die Wähler zum Urnengang aufruft und ein paar Tage später von ihnen genau das Gegenteil verlangt? Kann man Vertrauen in einen "Mann" (die Einführungszeichen sind absichtlich) haben, der öffentlich in allen TV-Studios behauptete, er wolle keinen Sieg "pe masa verde" und ginge zur Abstimmung und dann doch mit einem "Erfolg" von 84 Prozent der Stimmen für und 16 Prozent gegen seine Absetzung (falls es jetzt nicht anders aussieht) gewinnt?
    Die Menschen, die zum Referendum nicht gegangen sind, sind keine Basescu-Wähler.
  • user
    Hanns 30.07.2012 Beim 15:16
    Herr Helmut - es tut mir leid, dass Sie eine andere Meinung als Beleidigung ansehen.
    Auf Wiedersehen - ich werde Sie nie wieder mit meiner (anderen) Meinung beleidigen.
  • user
    Helmut 30.07.2012 Beim 14:59
    Herr Hanns-....Sie beleidigen ständig,daher muß man Ihnen auch öffentlich die Antwort geben.Bis jetzt hat es von Ihnen außer Beschuldigungen,Beleidigungen und Phrasen ,keinerlei konstruktive Beiträge zur "Causa Basescu "gegeben.Wie ich aber feststellen konnte,sind Ihre Sachbeiträge zu andern Themen,durchaus vernünftig.Da Dialoge zwischen einzelnen Teilnehmern ,von Seiten der ADZ nicht erwünscht sind,werde ich mich in Zukunft bemühen, Ihre Beiträge zur "Causa Basescu" zu ignorieren.
  • user
    Helmut 30.07.2012 Beim 14:46
    Lieber Herr Walter,glauben Sie wirklichdas alle Nichtwähler zu 100% Basescu zu gerechnet werden können? Unter diesen Nichtwählern gibt es 1000sende welche überhaupt keine Möglichkeit hatten zur Wahl zu gehen.Weiters gibt es tausende welche,auf den Listen stehen und schon seit Jahren überhaupt keine Verbindung mehr zu Rumänien mehr haben.Selbst solche,welche schon lange ihre rumänische Staastbürgerschaft zurück gelegt haben.Dann haben Sie die Wähler vergessen,welche von beiden Seiten genug haben und niemals zu einer Wahl gehen würden/werden.Es war eine kluge Taktik der PDL,zu sagen "wer nicht gegen mich ist,ist für mich".So kann man in einem Land mit niedriger Wahlbeteiligung leichter gewinnen.
    Basescu und die PDL,berufen sich hier auf Geisterstimmen.Aber es ist legitim,da das Wahlgesetz dies auch zugelassen hat.Hätten wir in allen Ländern Europas,ein solche Wahlgesetz,würde die politische Landschaft Europas anders aussehen,Eines ist klar,fast 8 Millionen haben sich klar und deutlichen gegen Herrn Basescu aussprochen und dies waren Wähler die ihr Wahlrecht in Anspruch genommen haben.Nichtwählerstimmen für sich zu reklamieren machen nur die,welche sich vor dem Wähler fürchten.Rumänien hat schon andere Politiker ausgehalten,so wird das Land auch noch 2 Jahre mit Basescu überstehen.
  • user
    Hanns 30.07.2012 Beim 14:31
    Helmut - bitte keine persönlichen Beleidigungen. Danke für Ihr Verständnis.
  • user
    Hanns 30.07.2012 Beim 14:21
    Leider gibt es viele schlechte Verlierer genauso wie es die Herrn Iliescu und Ponta vorzeigen!
    Mein Landsmann Hannes Swoboda von den EU-Sozialdemokraten hat bereits seine rumänischen Freunde zur Zusammenarbeit ermahnt.
    Hoffentlich wird endlich angefangen zum Wohle des Volkes und für Rumänien zu arbeiten und mit dem Diffamieren aufgehört.
    So ein tiefes Niveau habe ich in Österreich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt!
  • user
    Helmut 30.07.2012 Beim 13:53
    Herr Hans....auf Ihr Niveau möchte ich mich gar nicht begeben.Sie wollen ein EU-Berater gewesen sein?.Wenn alle so wie Sie sind,kein Wunder wenn,die EU so langsam verkommnt.Als Österreicher sollten Sie sich schämen. Hass unter die Menschen bringen und keinen positiven Beitrag leisten.
  • user
    Helmut 30.07.2012 Beim 13:46
    Falls in den nächsten Tagen eine Zusammenarbeit zwischen Basescu und Ponta nicht möglich ist,sollten beide freiwillig zurücktreten.Das Land benötigt keinen Streit mehr, um Befindlichkeiten von Politikern ,sondern eine Führung,welche zum Wohle des Landes arbeitet.Ob mit Basescu/Ponta oder ohne,in Wirklichkeit ist das nicht so wichtig.
    ...Viel wichtiger ist ,daß die Regierung und das Parlament wieder zur normalen Arbeit zurück kehrt.
    Als erster symbolischer Schritt sollte eine 25%Gehaltskürzung für den Präsident,die Mitglieder der Regierung und aller AbgeordnetenInnen noch im August beschlossen werden.Dies wäre eine erste vertrauenserweckende Maßnahme.
    2)Das öffentliche Gesundheitswesen muss raschest reformiert werden,damit die bestmögliche Versorgung ,ohne Schmiergeldzahlung,den RumänInnen geboten werden kann.
    3)Vorschläge zur Reform des Bildungswesen müssen bis zu den Parlamentswahl vorgelegt werden.
    4)Der Kampf gegen die Korruption auf allen Gebieten ,besonders gegen die tägliche Kleinkorruption hat verstärkt fortgesetzt zu werden.Staatsanwaltschaft und Justiz müssen schneller arbeiten.Strafen für solche Vergehen sollten erhöht werden.
    erhöht werden.
    5)Die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen muß vorrangig behandelt werden.6)Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf bestimme Finanztransaktionen sollte angedacht werden.7)Die Vergangenheit hat gezeigt,daß das Wahlgesetz in Rumänien unbedingt bis zu den nächsten Wahlen auf den modernsten und sichersten Standard gebracht werden muß.Nationale-und Internationale Fachleute auf dem Gebiet des Wahlrechtes sollen zur Mitarbeit beigezogen werden.Manches mag im Moment als nicht durchsetzbar erscheinen,bei etwas guten Willen wird dies aber möglich sein.
  • user
    Hanns 30.07.2012 Beim 12:10
    Herr Helmut! Die Wahl ist geschlagen. Sie können die Parteipropaganda wieder einpacken. Auch Fragen „was wäre wenn“ bringen genau so wenig wie das Lesen im Kaffeesud. Jetzt wäre es vor allem wichtig, wenn sich die beiden Streitparteien an einen Tisch setzen und wirklich das Beste für Rumänien tun würden. Aufgabengebiete gäbe es ja genug.
  • user
    Werner 30.07.2012 Beim 12:05
    Lieber Herr Helmut,
    Sie haben perfekt Recht. Acht Milionen Bürger haben den Herrn Basescu abgewählt. Es bleiben noch immer 10 Millionen die ihn haben wollen. Also nach Ihren mathematischen Kenntnissen ist 8 Millionen die Mehrheit.Herr Ponta und Herr Antonescu haben dieses Referendum verloren, weil sie wieder Ihre Meinung geändert haben. Beide
    sagten, sie treten zurück wenn sie verlieren und einige Tage später behaupteten sie das Gegenteil. In solche Personen kann man kein Vertrauen haben. Meine Frage ist:Wird das Parlament dieses akzeptieren? Herr Ponta hat doch behauptet der Gewinner bleibt Gewinner und das ist laut Herr Ponta , Herr Antonescu
  • user
    Helmut 30.07.2012 Beim 11:14
    Es gibt noch kein Endergebnis durch die Wahlbehörde.Möglich ist,daß Basescu durch die derzeitige (von der damaligen PDL-Regierung kurz vor den Wahlen 2004 geändert Wahlordnung um eine mögliche Abwahl,durch ein Referendum zu erschweren)doch noch in seinem Amt knapp bestätig wird.Alle Demokraten müssen auch dieses Ergebnis respektieren,daß ist klar.
    Das aber fast 9 Millionen Rumänen für eine Abwahl Basescus gestimmt haben,ist überwältigend.(Einst wurde er nur mit ca 5 Million Stimmen gewählt).Wer eine Wiedereinsetzung Basescus realistisch betrachtet,muß feststellen,dass er in Wirklichkeit nur von einer Minderheit, eine echte Zustimmung erhalten,aber die Strategie, mit welcher die PDL und er spekuliert ist aufgegangen.Wer nicht gegen mich ist,ist für mich.Alte Startegie der Kommunisten und Nazis und aller diktatorischen Systeme.. Es ist leichter ,sich in einem Land mit immer hoher Wahlenthaltung,hinter Nichtwähler zu verstecken.In Rumäninen gab es bei allen Wahlen immer eine Wahlenthaltung zwischen 40-44 %.Diese Wahlberechtigten wollen/wollten keine Partei und Personen b unterstützen.Nachdem vorläufigen Ergebnis hätte Basescu mit mit ca.54% Wahlenthaltung gewonnen.Tolerant gerechnet , 54%Wahlenthaltung minus 40% ständiger Nichtwähler ergibt ein plus von 14% + 10% Nein-Stimmen = 24%.Also in Wirklichkeit auch ein Phyrus-Sieg.Das wissen auch die Strategen der PDL und Herr Basescu und sind daher auch nicht sehr glücklich mit diesem Ergebnis.Das die Wahlen bis auf einige Aussnahmen korrekt abgelaufen sind ,wird von allen Wahlbeobachern bestätigt. eEn großer Beweis für die funktionierende Demokratie in Rumänien,darauf kann das Land stolz sein.Wenn Herr Bassescu noch immer von einem Staatsstreich spricht,muß man einiges an ihm bezweifeln.Wenn ein vielleicht, wieder amtierendes Staatsoberhaupt ,nicht weis,was ein Staatsstreich ist oder wie ein solcher abläuft,ist er sehr zu bedaueren.Wie ein solcher aussieht konnte man in Griechenland,in Chile und auch anderen Ländern der Welt sehen.In Rumänien haben und werden auch in Zukunft alle demokratische Institution weiter voll funktionieren Seine eventuelle Wiedereinsetzung bestätigt dies. Die Pflicht von Herrn Basescu wäre ,daß er sich für diese Wortwahl bei ca. 9 Millionen JA-Wählern entschuldigt. Die Kommentare einiger Leser aus dem Ausland bieten nichts neues.Immer die gleichen zweifelhaften Beschuldigungen.Keiner war bei dieser Wahl dabei,aber alle wollen urteilen.Sie alle sollten lieber ihre schöpferische Kraft in das schreiben von Kriminal-und Spionageromane verschwenden.
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    Victor 30.07.2012 Beim 10:40
    Leseempfehlung: http://de.wikipedia.org/wiki/Staatskrise_in_Rumänien_2012
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    Walter 30.07.2012 Beim 10:01
    Man kann nicht sagen, die die nicht an der Wahl teilgenommen haben, sind für Basescu. Es gibt viele Gründe für eine Stimmenthaltung. Basescu hätte in der derzeitigen Stimmungslage in Rumänien keine Chance, eine reguläre Wahl zu gewinnen ... aber darum ist es bei dieser Volksabstimmung nicht gegangen. Tatsache ist, Basescu wird bis 2014 im Amt bleiben.
    Und bis dahin wird der Wind wieder drehen und für die dann immer noch schlechte wirtschaftliche Lage wird man die Regierung verantwortlich machen. Und es steht zu befürchten, dass die Regierung, die im November ziemlich sicher im Amt bestätigt wird, bis dahin so einiges falsch machen wird. Es wird eine wenig wirtschaftsfreundliche Politik geben und die Zusammenarbeit mit den internationalen Geldgebern und Organisationen wird sich verschlechtern.
    Aber ich freue mich sehr, wenn ich mich täusche und lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen!
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    Rodica 30.07.2012 Beim 09:28
    Was mir auffällt ist, dass Basescu die Hand zur Zusammenarbeit für Rumänien ausgestreckt hat und Ponta weiter wie verrückt zündelt. Es wäre ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie, dass man Wahlentscheidungen akzeptiert und den politischen Gegner respektiert!
    Wann wird meine Heimat eine wirkliche Demokratie?
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    Herbert 30.07.2012 Beim 08:34
    Die Überschrift dieses Artikels "Überwältigende Mehrheit für Absetzung des Präsidenten" ist nur zum Teil zutreffend.
    Sie könnte auch lauten: "Mehrheit der Bevölkerung in Rumänien ist nicht für eine Absetzung des Präsidenten Basescu".
    Da hauptsächlich nur die Wähler zur Wahl gegangen sind, die eine Absetzung wünschten, diejenigen, die das nicht wünschten meist der Wahl fernblieben, kann das prozentuale Ergebnis nun nicht ernsthaft als "Erfolg" gewertet werden.
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    Hanns 30.07.2012 Beim 08:21
    Ich bin mir nicht sicher; aber ich glaube, dass diese zusätzlichen Wählerlisten die Wähler enthalten, die nicht im Wohnort abgestimmt haben (z.B. Touristen, welcher Art auch immer). Aber da gibt es durchaus noch ein Potenzial zum Schwindeln.
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    Heppo 30.07.2012 Beim 08:11
    das unterstreicht auch die Meldung der USL: "Trotz der offiziellen Hochrechnungen gab die USL bekannt, dass laut einer eigenen Parallelzählung das Quorum erreicht wurde. "Wir bewegen uns auf 52 Prozent hin", erklärten PSD-Vertreter. Demnach sollen sich 9,2 Millionen Rumänen am Referendum beteiligt haben. "Basescu ist abgesetzt", meinte auch Landwirtschaftsminister Daniel Constantin.

    " (Quelle OÖN)
    Ist das nun als Vorwurf der Wahlfälschung zu werten, oder nur als Reaktion eines schlechten Verlierers??? Schon etwas seltsam!
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    Sraffa 30.07.2012 Beim 01:03
    Was beinhalten denn hier eigentlich die "zusätzlichen Wählerlisten" ? Das ist doch sehr erläuterungsbedürftig.
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    Andrey 30.07.2012 Beim 00:00
    es ist keine "Errechnung", sondern eine höchstens "Hochrechnung". Das Zentrale Wahlbüro hat noch keine Resultate. Es schätzt die Wahlbeteiligung aufgrund der Informationen aus den knapp unter 3000 Wahllokalen. Es ist eine Art Exit-Poll. Die Ergebnisse des Referendums werden wahrscheinlich morgen bekanntgegeben.