Wegen Lehrerstreiks: Abi teilweise verschoben

Fähigkeitsprüfungen zwei Tage später

Am Freitagmittag hat ein weiterer Protest der Angestellten im Erziehungswesen begonnen. Zu der Kundgebung, die in Bukarest vor dem Regierungssitz angefangen hatte und gegen 16 Uhr in der Nähe des Amtssitz des rumänischen Präsidenten enden sollte, waren vor ADZ-Redaktionsschluss bereits mehrere tausend Personen versammelt, die Gewerkschaften hatten mit bis zu 20.000 Teilnehmern gerechnet. | Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Der Lehrkräftestreik hat doch noch direkte Folgen für die Schüler. Betroffen sind vorerst Schüler, die nach der 12. Klasse ihre Abiturprüfung ablegen wollen. Sie können sich nun bis zum 13. Juni anmelden und die erste Fähigkeitsprobe – mündliche Kommunikation in rumänischer Sprache – ist für den 14. Juni angesetzt, zwei Tage später als vorgesehen, teilte Bildungsministerin Ligia Deca mit. Auch die Prüfung restlicher Kompetenzen wie Muttersprache (für Minderheiten), EDV und Fremdsprache werden um jeweils zwei Tage verschoben.

Am Zeitplan der schriftlichen Prüfungen ändert sich immerhin zunächst nichts: Die erste Abiturklausur (rumänische Sprache und Literatur) findet am 26. Juni statt. 

Auch für die Schüler der 8. Klasse, die an der landesweiten Lernstandserhebung teilnehmen, bleiben die Prüfungstermine erst einmal unverändert.

Allerdings wollte sich die Bildungsministerin nicht darauf festlegen, wie im Falle einer Weiterführung des Lehrerstreiks auch nach dem 13. Juni umdisponiert wird – denkbar wäre, dass zumin-dest bei den Fähigkeiten die im Verlaufe der Sekundarstufe vergebenen Bewertungen als Prüfungsnote gelten, sagte Ligia Deca.