Erasmus Büchercafe

KULTUR: Nachrichtenarchiv

Ein Siebenbürgenbuch für die Seele

Siebenbürgen einmal anders: Kirchenburgen, Bauerndörfer und Häuserzeilen schmucker Altstädte in zarten, pastelligen Farben. Mit sanften Pinselstrichen zu Papier gebracht, schmeicheln sie sich ins Auge. Keine Mauerrisse, keine Löcher, kein Zahn der Zeit, der an den liebgewonnenen alten Bauwerken nagt und die Erinnerungen mit dem Schatten der Wehmut trübt. Statt dessen verschmelzen harmonische Farben – Sonnenlicht, Sommergrün und leuchtendes...

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Sprechen im Takt

„Ihr versteht mich, oder?“ „Ja!“ „Versteht ihr mich auch,wenn ich...“ Bas Böttcher beginnt so schnell und rhythmisch zu sprechen, dass es klingt wie ein Rap-Song und selbst ich, als deutsche Muttersprachlerin, verstehe dabei nur jedes zweite Wort. Die Schüler lächeln.Vorfreude auf den bevorstehenden Workshop, bei dem Bas sie in die Kunst der rhythmischen Lyrik – des Poetry Slams – einführen wird.Mit Bas Böttcher haben die Kinder einen Meister vor...

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„Das Bild des Anderen in Literatur, Sprache und Gesellschaft“

Vorige Woche fand in Hermannstadt/Sibiu ein internationaler Kongress statt, an dem Germanistinnen und Germanisten aus Deutschland, Österreich, Serbien sowie aus allen Landesteilen Rumäniens teilnahmen. Gefördert wurde die wissenschaftliche Tagung vom Departement für Interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung, vom Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, vom österreichischen Bundesland Kärnten, vom Deutschen...

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Die Muse von der Steinburg

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht”, zitiert Doris Hutter das bekannte Sprichwort. „Und deutscher Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht”, führt sie in ihre Lesung ein. Die anfangs vereinzelten, sich bald bis zum saalfüllenden Brüller steigernden Reaktionen des Publikums strafen die aus Siebenbürgen stammende, in Nürnberg lebende Dichterin, Lehrerin, HOG-Vorstandsmitglied und Urzelläuferin Lügen. Sächsischer Humor ist, wenn man sich in...

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Wiedereröffnung der Nationaloper in Bukarest mit „La Traviata“

Die Premiere der Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“ am 30. Oktober dieses Jahres markierte nicht nur die Eröffnung der Spielzeit 2014/2015 in der Bukarester Nationaloper, sondern zugleich auch die Wiedereröffnung des Bukarester Opernhauses, das sich in frisch renoviertem Gewande zeigte und auch im Hinblick auf die Akustik des Großen Saales entscheidende Verbesserungen erfahren hat.Für die Neuinszenierung von Verdis „La...

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In der Vermarktung liegt die Zukunft

Die jungen Mitglieder der Aktionsgruppe Banat sind vergessene Rockstars. Eines der bekanntesten Bilder von der Gruppe könnte genauso Kult sein, wie das Schallplatten-Cover des Rekordalbums “Abbey Road”: Sechs jungen Männern steht das Wasser bis zum Hals, sowohl buchstäblich als auch figurativ. Der Fotograf ist zugleich Freund und Henker. Er arbeitete mit an der Akte, die länger werden sollte, als das Gesamtwerk der sechs Schriftsteller. Den...

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Burgen des Deutschen Ordens im Burzenland

Im Frühjahr 2014 besuchte der Kunstmalers Reinhard Bergmann aus Weißenfels in Deutschland Siebenbürgen, um zwei neue Themen-Zyklen zu kreieren. Einmal vervollständigte der Künstler im Burzenland seine Bilderausstellung zum Thema des Deutschen Ordens. Diese Präsentation ist seit Juni im Deutschordensschloss Ellingen in Deutschland bis zum Dezember 2014 zu sehen. Zum anderen aber war für den Geschichts- und Architekturmaler die Kulturlandschaft...

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Deutsches Kinofestival in Bukarest

Die diesjährige Folge des Kinofestivals „Deutsche Filmtage in Bukarest“, das vom Goethe-Institut Bukarest veranstaltet wurde und vom 31. Oktober bis 6. November im Cinema Studio der rumänischen Kapitale stattfand, schien sich der Aufgabe verschrieben zu haben, gewisse Vorurteile gegenüber den Deutschen bestätigen zu wollen: Jene seien nämlich „tatenarm und gedankenvoll“, nachdenklich und ernst, skeptisch und distanziert, in die Tiefe gehend und...

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„Wie rechtfertige ich meine Tätigkeit und Existenz?“

25. Januar 2014: Zwei Tage vor dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, der in der Bukarester Iuliu-Barasch-Straße 15 mit der Aufführung „Janka“ begangen werden sollte, wird die Aktivität des Jüdischen Staatstheaters (TES) jäh unterbrochen. Vertreter der Einrichtung bedanken sich bei dem Publikum für seine bisherige Unterstützung und erklären, dass niemand weiß, wie lange diese Situation dauern wird. Auf der Internetseite des Theaters...

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Musik zwischen Krieg und Diktaturen

Bereits zum dritten Mal zieht das ambitionierte Projekt „musica suprimata“ durch die Spielstätten Siebenbürgens, um durch Krieg und Diktaturen zu Unrecht vergessene Komponisten und deren Werke aus Archiven und Schubladen in die Konzertlandschaft zu reintegrieren. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt der Veranstalter auf dem Hermannstädter Komponisten Norbert von Hannenheim (1889-1945), dessen Leben von zwei Kriegen geprägt und schließlich...

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