Rolf-Bossert-Gedächtnispreis 2021 ausgeschrieben

Die Bewerbungszuschriften können bis zum 17. Februar 2021 eingesandt werden

Rolf Bossert, porträtiert von Edmund Höfer

Alexander Estis, der erste Preisträger des „Rolf Bossert“-Gedächtnispreises Foto: privat

In Abstimmung mit dem Initiator des Rolf-Bossert-Gedächtnispreises, Hellmut Seiler, dem Verwalter der Anlauf- und Verleihstelle (das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen und das Kultur-, Jugend- und Erwachsenenbildungszentrum „Alexander Tietz” in Reschitza, der Geburtsstadt von Rolf Bossert), Erwin Josef Țigla, der die Rolle des Jury-Sekretärs ohne Stimmrecht übernommen hat, sowie in Absprache mit den Jurymitgliedern (Prof. Dr. Anton Sterbling, Vorsitzender, Hellmut Seiler, Dr. Olivia Spiridon, Horst Samson und Werner Kremm, Mitglieder) wird nach dem erfolgreichen Start 2020 auch 2021 ein Rolf-Bossert-Gedächtnispreis für deutschsprachige Lyrik vergeben. Es handelt sich um den einzigen Preis, der in Rumänien für Literatur in deutscher Sprache verliehen wird. Teilnahmeberechtigt sind deutsch Schreibende aus aller Welt.

Dazu wird ein Wettbewerb organisiert. „Der Preis würdigt fünf bis sieben eingereichte Gedichte mit hohem künstlerischen Anspruch”, heißt es im Grundsatzpapier der Veranstalter. „Die Zuordnung zur Gattung Lyrik muss in den Bewerbungszuschriften deutlich erkennbar sein.”

Bis zum Todestag des mit dem Preis Gewürdigten (17. Februar) können bislang unveröffentlichte, selbstverfasste deutschsprachige Gedichte eingesandt werden an die Adresse contact@erwinjoseftigla.ro. Die Jury bestimmt – ohne Absprachen untereinander – den Gewinner des mit 1000 Euro dotierten Preises. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Die Bewertung erfolgt anonymisiert. Dazu müssen die Bewerbungstexte durch eine fünfstellige Kennzahl vor jedem Titel codifiziert werden, bevor sie Erwin Josef Țigla zugesandt werden, der dann die codifizierten Texte an die Jurymitglieder weiterleitet und schlussendlich die Bewertungen zusammenführt und den/die Ausschreibungssieger(in) bekannt gibt. Die gleiche Kennziffer wie bei den Bewerbungstexten muss auch einer kurzen Vita der Bewerberinnen und Bewerber vorangestellt werden, wo zum Abschluss auch die jeweiligen Kontaktdaten anzugeben sind. Die Kurzvita gelangt nur zu Erwin Josef }igla, der darauf zurückgreift, wenn der Kontakt mit dem Ausschreibungssieger hergestellt werden muss.

Die Vergabe erfolgt im Rahmen der nächstjährigen, XXXI. Ausgabe der Deutschen Literaturtage in Reschitza, zeitgleich mit der feierlichen Verleihung des Rolf-Bossert-Gedächtnispreises 2020, die in diesem Jahr pandemiebedingt ausfallen musste. Zur ersten Ausgabe des Rolf-Bossert-Gedächtnispreises 2019-2020 wurden 31 Bewerbungen eingesandt (14 aus Deutschland, zehn aus Rumänien, vier aus Österreich, zwei aus der Schweiz und eine aus Spanien). Die Jury unter Vorsitz von Nora Iuga (der Juryvorsitz wird laut Reglement jedes Jahr neu besetzt, durch Entscheidungen der Jurymitglieder und des Freundeskreises Rolf Bosserts) bestimmte den in Moskau im Todesjahr Bosserts geborenen und in der Schweiz lebenden Alexander Estis zum ersten Preisträger des Rolf-Bossert-Gedächtnispreises. 

 

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