Holzdiebe haben Hochkonjunktur

„Bleibt alle zuhause, damit wir ruhig stehlen können“ sei der fromme Wunsch der Holzmafia in Notstandszeiten, heißt es

Symbolbild: pixabay.com

Reschitza – Nicht nur die Kahlschlagmafia ist in diesen Tagen hyperaktiv, wie es zahlreiche Fotos auf den Sozialplattformen attestieren – ganz im Gegensatz zu den treuherzigen Versicherungen von Umweltminister Costel Alexe, der händeringend die Umweltschutzorganisationen zu beruhigen sucht, die durch die Einschränkungen der Notstandsverfügungen aktiv daran gehindert werden, effektiv die Forstwirtschaft im Auge zu behalten. Sehr aktiv sind auch die kleinen Holzdiebe, denen traditionell im Frühjahr das Brennholz ausgeht. Sie fahren dann einfach in den nächstgelegenen Wald und nehmen sich, was ihnen nicht gehört. Manchmal werden sie von der Dorfpolizei dabei erwischt, wegen Notstandsverfügungen in diesem Jahr seltener. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren die von der Polizei bekanntgegebenen Zahlen um bis zu 50 Prozent höher.

Die Polizei Karasch-Severin veröffentlichte zum Wochenbeginn eine Bilanz ihrer „Holzaktionen” der vergangenen zwei Wochen. In den zwei Wochen vom 23. März bis zum 8. April 2020 konfiszierte die Polizei im Banater Bergland 1340 Kubikmeter Holz. Unterstützt wurden die Polizisten in ihren Kontrollen im Bereich Forst und Holz von Mitgliedern der Temeswarer und der Karasch-Severiner Forstgarde. Während der gemischt besetzten Einsätze von Polizei und Forstgarde wurden 19 Straftaten festgestellt, für welche u.a. 62.000 Lei Strafgelder ausgeteilt wurden, heißt es im Polizeibericht. Gleichzeitig wurden die obengenannten 1340 Kubikmeter Holz beschlagnahmt. Der Wert des beschlagnahmten Holzes diverser Sorten und Qualitäten wurde auf 266.000 Lei geschätzt. Soweit die Maßnahmen der Polizei im Bereich des Kleindiebstahls.

Die Polizei versichert, „in derselben Zeit gemeinsam mit den Forstinspektoren“ auch „Überprüfungen“ der Handelsgesellschaften aus dem Holzbereich durchgeführt zu haben. Auch den Forstamtsbezirken des Verwaltungskreises Karasch-Severin und den auf Holztransporte spezialisierten Firmen seien Besuche abgestattet worden. Überprüft worden sei die Art und Weise, wie die Rechtsbestimmungen des Forstgesetzbuchs Codul Silvic eingehalten werden. Vor allem die Herkunft der Hölzer sei gemäß des SUMAL-Systems überprüft worden. Sodann die Versendung des geschlagenen Holzes von den Forstschlägen bis zu den „primären Plattformen“, den Sammelstellen für den Weitertransport. Dabei wurde festgestellt, dass zwischen den als geschlagen deklarierten Hölzern und denen, die auf den Sammelstellen regis-triert wurden, ein Unterschied von minus 1271 Kubikmetern existierte. So viel Holz war weniger abgeliefert worden, als offiziell geerntet wurde – alles gemäß den Dokumenten der Firmen. Dafür gab es 15 Protokolle über Strafzahlungen in Höhe von 57.000 Lei. 1271 Kubikmeter Holz wurden konfisziert.

Zuletzt stellt die Polizei in ihrem „Holzbericht“ fest: „In den vergangenen drei Tagen sind im Raum Karansebesch durch die Polizeiabteilung zur Bekämpfung der Forstvergehen und -straftaten und der Abteilung 2 Landpolizei Karansebesch zusammen mit der Forstgarde Karasch-Severin Handelsgesellschaften und natürliche Personen überprüft worden, die im Bereich der Forstwirtschaft tätig sind. Wegen festgestellter und protokollierter Gesetzes-übertretungen und -vergehen wurden Strafgelder in Höhe von 5000 Lei ausgeteilt sowie 70 Kubikmeter Holz im Wert von 21.691 Lei beschlagnahmt. Bei einer der Handelsgesellschaften wurde festgestellt, dass sie mehr als 50 Kubikmeter Holz ohne Begleitdokumente versandt hat, die die legale Herkunft des Holzes bestätigen. Dafür muss die Handelsgesellschaft eine Geldstrafe von 3000 Lei entrichten. “

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