Siebenbürgisches Volkslie in Afro-Jazz verwandelt

Bukarest - Das als „Et sâs e klî wält vijelchen“ (Es saß ein klein wild Vögelein) bekannte Volkslied aus Siebenbürgen hat seinen Ursprung schon vor 1516 und hat entlang der Zeit zahlreiche Musiker zur Neuinterpretation inspiriert. Petra Acker, die Sängerin, Songwriterin, Komponistin und Produzentin aus Kronstadt/Braov lernte das Lied schon im Kindesalter kennen und lieben, als Choristin im Vokal-Instrumentalensemble „Canzonetta“ unter Leitung ihrer Mutter Ingeborg Acker.

Das Lied erzählt die Geschichte eines kleinen wilden Vögeleins, das sich im Wald seiner Stimme erfreut, als ein Wanderer es dazu auffordert, von nun an nur für ihn allein zu singen. Im Gegenzug würde er „goldene Flügel und grüne Seide“ bieten, eine bequeme Alternative zur beißenden Kälte des Winters in freier Natur. Das Vöglein lehnt das Angebot ab, seine Freiheit gegen Reichtum und Komfort zu tauschen, denn nach dem Winter kommt die Sonne wieder und wird es hinreichend wärmen.

Diese Geschichte inspiriert Petra seit der ersten Begegnung, es ist in ihrer Sicht ein Symbol für die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks, die mehr wert ist als materieller Reichtum im profanen Sinn.

Aus ihrer multikulturell orientierten Kreativität heraus ist es nur naheliegend, dass die Sängerin den Song mit ihrer Band nun in einer neuen und noch nie dagewesenen Form aufleben lässt, als Afro-Jazz Version.

Das „Kleine Wilde Vögelein“ ist die erste Single des kommenden Albums „Afro Funk Party“ der Gruppe „Petra Acker & the Band“, das mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest entstehen konnte.

Das Musikvideo „Vijelchen“ kann auf www.petra-acker.com verfolgt werden.