Tunesische und ägyptische Arbeiter sitzen in Hermannstadt fest

Hermannstadt – Durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Begleiterscheinungen sitzen aktuell knapp 50 tunesische und ägyptische Staatsbürger in Hermannstadt/Sibiu fest, die als Vertragsarbeiter nach Rumänien gekommen sind. In der vergangenen Woche erhielten die Männer nun Hilfe vom Roten Kreuz, zuvor hatte auch schon das Rathaus Lebensmittel bereitgestellt.

Mircea Crețu, der Präfekt des Kreises Hermannstadt erklärte gegenüber „Agerpres“, dass die Männer von ihrem Arbeitgeber auf einer Baustelle zurückgelassen wurden. „Nach einem Schreiben an die ägyptische Botschaft in Bukarest sind, glaube ich, ungefähr zwei bis drei Wochen vergangen, bis sie uns von diesem Fall erzählt haben. (…) Ich habe die Ausländerbehörde der Hermannstädter Polizei kontaktiert (…) und in diesem Moment weiß ich, dass das Rathaus von Hermannstadt und das Rote Kreuz ihnen auch Essen aus der Sozialkantine des Rathauses bringen.“ Nach Angaben des Präfekten waren Arbeiter bei einer Firma aus Bukarest beschäftigt, welche sie an eine Firma in Hermannstadt weitergereicht hatte. Im Zuge der Pandemie seien die Verträge mit den Männer dann aufgelöst worden, ohne sie in ihr Herkunftsland zurückzubringen.

In einer Pressemitteilung teilte das Rote Kreuz mit, dass sie bisher 650 Kilogramm Lebensmittel an die Gruppe ausgegeben hat, die unter anderem von der Bukarester Nicht-Regierungsorganisation „Bud Flowers“ und dem Lebensmittelproduzenten „Boromir“ aus Râmnicu Vâlcea stammen. Darüber hinaus sucht die Hermannstädter Niederlassung des Roten Kreuzes nun nach einem neuen Arbeitgeber für die Gruppe.

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