Mit wem kann die Stiftung Kirchenburgen zusammenarbeiten?

Vikar Benedikt Jetter unterstützte die Stiftung Kirchenburgen in ethischen Fragestellungen

Benedikt Jetter ist Vikar in der evangelischen Kirchengemeinde Großaspach (Baden-Württemberg) und unterstützte in den vergangenen Wochen im Rahmen seiner Berufsvorbereitung die Stiftung Kirchenburgen in Hermannstadt. Foto: Stefan Bichler

Schon zwischen Studium und Vikariat war Benedikt Jetter in Siebenbürgen. In Wolkendorf/Vulcan vertrat er zum Reformationsjubiläum den dortigen Pfarrer Uwe Seidner. Denn dieser hatte sich mit jungen Erwachsenen aus der evangelischen Gemeinde auf den Weg in die Volksrepublik China gemacht, um evangelische Glaubensgeschwister entlang der Seidenstraße zu besuchen. Für Benedikt Jetter war dies die Möglichkeit, ein „Vikariat vor dem Vikariat“ zu machen.

Ende Mai dieses Jahres hat der Vikar der württembergischen Landeskirche nun erneut die Chance genutzt, um nach Siebenbürgen zu kommen. Denn vor dem Abschluss seines Vikariats im kommenden Jahr stand noch eine Ergänzungs- und Vertiefungsphase im Lehrplan seiner Berufsvorbereitung. „In dieser Zeit sollen wir das Gelernte aus unserer 21-monatigen Basisausbildung vertiefen und unsere theologische Reflexionsweise verschärfen und ergänzen. Dabei geht es insbesondere um Leitung, Führung, Hierarchien sowie Arbeitsstrukturen und Zusammenhänge“, erklärt Benedikt Jetter.

 Dieses Praktikum sollen die angehenden Pfarrer allerdings nicht in einer anderen Kirchengemeinde absolvieren, sondern in einem Betrieb, einem Parlament oder eben bei der Stiftung Kirchenburgen.

Die in Hermannstadt/Sibiu ansässige Stiftung verfolgt das Ziel, das Kulturerbe der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien langfristig zu erhalten und zu pflegen. Dazu gehören auch eine Vielzahl von Aktivitäten, die über den baulich-konservatorischen Bereich hinausgehen. Und bei ihrem Einsatz für das siebenbürgisch-sächsische Kulturerbe kann es durchaus vorkommen, dass die Stiftung zwischen verschiedenen Interessen vermitteln muss, erklärt Jetter. „Das reflektiere ich in meiner Arbeit.“

In den vergangenen Wochen hat sich der angehende Pfarrer mit möglichen Leitlinien für die Spendenwerbung sowie der Zusammenarbeit mit externen Partnern auseinandergesetzt. „Da fällt das Stichwort Ethik“, stellt der 31-Jährige heraus, „und diese ist auch Teil meines theologischen Bereiches. Ich habe mir also angeschaut, mit wem die Stiftung zusammenarbeiten kann, von wem sie Spenden annehmen kann und von wem sie keine Spenden annehmen und konsequenterweise auch nicht zusammenarbeiten kann.“ Denn die Stiftung Kirchenburgen vertrete die Interessen der Kirche, der Gemeinden sowie des Denkmalschutzes und muss sich letztlich auch gegenüber den Schirmherren Klaus Johannis und Frank-Walter Steinmeier verantworten, führt Benedikt Jetter bei einem Gespräch im Hof des Hermannstädter Teutsch-Hauses weiter aus.

Vor seiner Rückkehr in die heimische evangelische Kirchengemeinde Großaspach will Benedikt Jetter noch die Ergebnisse der Arbeit für die Stiftung bündeln. „Es geht schließlich darum, dass ich einen nachhaltigen Beitrag leiste und mir ist die Arbeit auch ans Herz gewachsen.“ In den kommenden Monaten stehen dann noch Prüfungen, abschließende Kurse und eine mehrmonatige integrative Gemeindephase vor dem zukünftigen Pfarrer.

cffviseu

Kommentare zu diesem Artikel

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Bemerkungen :

  • user
    dan 05.09.2020 Beim 10:17
    Die Stiftung Kirchenburgen wird von Personen und Entscheidern geführt, die ihre eigenen Interessen vor den Erhalt der Kirchenburgen stellen.

    Es werden immer mehr Ausländer in der Stiftung Kirchenburgen angestellt, welche nur zum Geld verdienen nach Rumänien kommen.
    Wo sind die Saxen, denen doch alle Gebäude gehören?
    Fast nirgendwo mehr.
    Weder im Forum noch in der Kirche stellen sie inzwischen keine Mehrheit mehr da.
    Die Pfarrer nehmen fleißig Nichtsachsen in die Kirche auf.
    Das ist das traurige Ende unserer mitwohnenden Nationalität.... die ehemals mal über Jahrhunderte für dieses Land große Leistungen mit wenig fleißigen Menschen erbrachte.
    Eine Schande ist es, anzusehen, wie die Entscheider bei Kirche und Forum nur noch Marionetten, Schmeichler oder Täter sind.