Keine rumänische Mannschaft in der Champions League

CFR Klausenburg unterliegt im Elfmeterschießen gegen Dinamo Zagreb

Klausenburg (ADZ) - CFR Klausenburg hat den Aufstieg in die 3. Qualifikationsrunde der UEFA Champions League verpasst. Gegen Dinamo Zagreb verlor der rumänische Meister am Mittwoch mit 5:6 im Elfmeterschießen. Zuvor hatte Gabriel Debeljuh die Klausenburger in der dritten Minute der Nachspielzeit noch in die Verlängerung geschossen. Der 23-jährige Kroate traf zum 2:2.

Im heimischen Dr.-Constantin-Rădulescu-Stadion musste CFR Klausenburg schon nach einer knappen Viertelstunde den ersten Gegentreffer durch Amer Gojak (14. Minute) hinnehmen. In der Folge fehlten der Mannschaft von Trainer Dan Petrescu die Ideen und auch die spielerische Klasse, um die Verteidigung von Dinamo Zagreb zu durchbrechen. Dagegen gelang es Mario Gavranovic auf der Gegenseite immer wieder CFR-Verteidiger von ihren Positionen zu lösen und dadurch Räume und schließlich Tormöglichkeiten für den kroatischen Meister zu eröffnen.

Zur zweiten Halbzeit brachte Dan Petrescu mit Mário Rondon einen zweiten „echten“ Stürmer neben Gabriel Debeljuh. Dazu wechselte Ciprian Deac auf die von ihm bevorzugte rechte Außenbahn, wo Alexandru Chipciu seinen Platz räumen musste und in der Kabine blieb. Schon kurz nach Wiederanpfiff ergab sich für Deac (52.) die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch der Routinier scheiterte vom Elfmeterpunkt an Dinamo-Torwart Dominik Livakovic und auch Damjan Djokovic konnte den Nachschuss nicht im Tor der Kroaten unterbringen.

Klausenburg spielte von nun an allerdings mit einem Mann mehr, da Kévin Théophile-Catherine für sein Foul an Gabriel Debeljuh, welches zum Elfmeter führte, mit der Roten Karte vom Platz gestellt wurde. Nach der starken Aktion um den Elfmeter von Deac unterlief Livakovic allerdings in der 64. Minute ein katastrophaler Fehler. Einen starken Schuss von Mickaël Pereira (64.) wollte der aktuelle kroatische National-Torwart zur Seite abwehren, traf diesen allerdings nicht richtig, sodass der Ball an ihm vorbei ins Tor rutschte.

Pereira, einer der wenigen Lichtblicke auf Klausenburger Seite, musste wenige Minuten nach dem Tor vom Feld, für ihn kam Cătălin Golofca. Eine fragwürdige Entscheidung, da Kévin Boli in der Innenverteidigung eine schwache Leistung zeigte, aber von Petrescu nicht vom Platz genommen wurde. Boli war es dann auch, der Arijan Ademi bei einem öffnenden Pass von Bruno Petkovic nicht nah genug an seinem Gegenspieler stand. Den Schuss von Ademi konnte CFR-Torwart Cristian Bălgrădean zwar noch abwehren, doch im zweiten Versuch traf Lirim Kastrati zur erneuten Führung für die Gäste.

Dass sich die Klausenburger trotz der taktischen Fehlentscheidungen von Trainer Dan Petrescu noch in die Verlängerung rettete, war einem sensationellen Pass von Mário Rondon zu verdanken, den Debeljuh (90.+3) nur noch an Livakovic vorbeilegen musste.

Nachdem die Verlängerung ohne Tor blieb, eröffnete Bruno Petkovic für Dinamo Zagreb das Elfmeterschießen. Auf beiden Seiten trafen die ersten vier Schützen. Dann vergab Amer Gojak und Golofca hatte die Chance, das Spiel zu beenden. Der 30-Jährige scheiterte allerdings an Livakovic. Den entscheidenden Elfmeter vergab dann Kévin Boli beim Gesamtstand von 7:8.

CFR Klausenburg muss nun in der 3. Runde der Qualifikation zur UEFA Europa League antreten, wird dort allerdings sehr wahrscheinlich auf eine Mannschaft mit schlechterem UEFA-Koeffizienten treffen. Denn die Mannschaft beschreitet den Meister-Weg und kann folglich nur auf die nationalen Meister anderer Länder treffen.

 

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