Arbeitsmarktstudie: Hohe Ungleichheit, viele Niedriglöhne

Bild: pixabay.com

Bukarest (ADZ) - Der rumänische Arbeitsmarkt ist von hoher Ungleichheit geprägt und ein Großteil der Angestellten ist mit dem Einkommen unzufrieden. Dies geht aus einer von der Nachrichtenplattform profit.ro vorgestellten Studie des Marktanalyseunternehmens „MAD Intelligence“, die sich auf eine Umfrage unter 1000 Angestellten sowie weitere Datenanalyse stützt, hervor. 

Demnach liegt das Einkommen der 20 Prozent, die am besten verdienen, sieben Mal höher als dasjenige des Fünftels mit der geringsten Entlohnung. Dieselbe hohe Einkommensungleichheit geht auch aus Daten für das Jahr 2019 des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor, wonach EU-weit lediglich in Bulgarien, wo die Bestverdiener acht Mal mehr als das untere Fünftel einehmen, die Einkommen noch weiter auseinander liegen. Der EU-Schnitt liegt bei einem Faktor knapp unter fünf, während mit 3,34 Tschechien und die Slowakei die kleinste Ungleichheit verzeichnen.

In Rumänien verdienen laut der Umfrage von „MAD Intelligence“ 49,5 Prozent zwischen 1001 und 2500 Lei monatlich (netto), während weitere 31,8 Prozent der Befragten ein Einkommen bis 4000 Lei angaben, womit der Monatslohn für etwa 80 Prozent der Angestellten bei rund 800 Euro oder weniger liegt. Dem Bericht ist weiter zu entnehmen, dass 83,6 Prozent mit dem derzeitigen Einkommen unzufrieden sind und 55,7 Prozent der Befragten auf Arbeitssuche sind.