Astrid Fodor - primarul Sibiului

Aufatmen an der Bukarester Börse, Dividendenversprechen eher zurückhaltend

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Foto: Wikimedia Commons

Bukarests Aktienmarkt schloss die letzte volle Märzwoche im Plus, nachdem sich auch die internationalen Aktienmärkte leicht erholt hatten. Rettungsschirme in dreistelliger Milliardenhöhe der führenden Wirtschaftsmächte – die USA setzen sogar ein Billionen-Programm auf – zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise unterstützten die positive Laune der Anleger. Rumänien erhält von der EU eine Milliarde Euro Unterstützung. Der Markt reagierte positiv mit einem durchschnittlichen Wochengewinn von 2,16 Prozent. Fast alle Indizes lagen mit ihren Wochenperformances darüber, die Gewinne reichten von 2,4 Prozent (BETPlus) bis 2,8 Prozent (BET-NG), nur der Finanzwerte-Index wollte nicht so richtig – er schaffte nur ein Plus von 0,5 Prozent. Die Wochengewinne reichten für keinen der Indizes zum Sprung in die nächste Punkteklasse.

Niedriger Umsatz trotz guter Kursentwicklung

Der Umsatz litt jedoch unter den leicht steigenden Kursen. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 270,4 Millionen Lei (55,9 Millionen Euro) mit Aktien umgesetzt. Das war 43,5 Prozent weniger Umsatz als in der Woche zuvor. Dabei startete der Handel kraftvoll mit einem Tagesumsatz von umgerechnet 14,7 Millionen Euro in die Woche. Zweistellig wurde noch am Mittwoch gehandelt, ansonsten lag der Umsatz gut unter 10 Millionen Euro pro Handelstag. Den höchsten Wochenumsatz erreichte wieder einmal die Banca Transilvania (TLV, 1,774 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit 24 Prozent vom Gesamtumsatz. Gefolgt wurde die Bank vom Fonds Proprietatea (FP, 1,1 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) mit einem Anteil von 23,3 Prozent. Die Aktie nutzte den Run aus und legte auf Wochensicht 4,7 Prozent zu. Weit abgeschlagen lag BRD (BRD, 11,52 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) auf Platz drei mit einem Umsatzanteil von 7,9 Prozent.

Mehr Gewinner als Verlierer

Von den 34 Emittenten, welche die vergangene Woche mit Kursgewinnen abgeschlossen haben, ist der AKW-Betreiber Nulcearelectrica (SNN, 13,1 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) zu vermerken, der satte 11 Prozent zulegte – dazu gleich mehr. Der Pipelinebauer Conpet (COTE, 66 Lei, ISIN ROCOTEACNOR7) schaffte ebenfalls 10 Prozent. Die Patria Bank (PBK, 0,0724 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) verlor auf Wochensicht 7,4 Prozent und führte somit unter den 31 Emittenten mit Kursverlusten. Zu den letzten registrierten Kursen verloren der Kunststoffhersteller Romcarbon (ROCE, 0,105 Lei, ISIN ROROCEACNOR1) und der Maschinenhersteller Turbomecanica (TBM, 0,202 Lei, ISIN ROTBMBACNOR9) jeweils zehn Prozent. Electroaparataj (ELJ, 0,071 Lei, ISIN ROELJBACNOR6) brach um 37 Prozent ein. Womöglich steht das Unternehmen vor der Schließung.

Dividendenankündigung in der Krise

Den Start macht der Stromversorger Transelectrica (TEL, 16,95 Lei, ISIN ROTSELACNOR9), der keine Dividenden vom Vorjahresgewinn ausschütten möchte. Stattdessen werden 0,48 Lei je Aktie aus dem Übertrag vom Vorjahr (2018) ausbezahlt. Damit beläuft sich die Rendite aufgrund der Aktienpreise vom 27. März auf 2,8 Prozent. Die Aktie registrierte dennoch ein Plus von 1,49 Prozent. Die Investmentgesellschaft SIF Moldova (SIF2, 1,265 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) schlägt ihren Aktionären eine Dividende in Höhe von 0,06 Lei je Aktie vor. Das entspricht einer Rendite von 4,7 Prozent. Immerhin reichte diese Ankündigung für ein Wochenplus von 1,2 Prozent. Der Betreiber des einzigen rumänischen Atomkraftwerks will seine Aktionäre verhältnismäßig reich beschenken. 498,4 Millionen Lei an Dividenden ausschütten. Zu den aktuellen Aktienpreisen würde die Rendite somit etwa 14 Prozent betragen – ein traumhafter Wert. Das erklärt den Kursanstieg der SNN-Papiere. Sogar Banca Transilvania, Rumäniens größte börsennotierte Bank, ist nicht sonderlich spendabel. Die vorgeschlagene Dividende von 0,115 Lei je Aktie entspricht einer Rendite von 6,4 Prozent – kein berauschender Wert. Dennoch legte die Aktie in der vergangenen Woche 2,5 Prozent zu.

Devisen

Die Lage am rumänischen Devisenmarkt entspannte sich in der vergangenen Woche. Der Leu konnte wieder etwas Boden gut machen gegenüber den beiden Leitwährungen Euro und US-Dollar. Es ist nicht auszuschließen, dass die rumänische Notenbank hier stützend eingegriffen hat. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor auf Wochensicht 0,2 Prozent und startete gestern bei 4,8332 Lei in die neue Handelswoche. Der US-Dollar variierte stärker und verlor auf Wochensicht 2,7 Prozent. Damit wurde die US-amerikanische Leitwährung unter die 4,5-Lei-Marke gedrückt. Gestern startete der US-Dollar bei 4,389 Lei in die Woche.


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