Bukarester Aktienmarkt verlangsamt Talfahrt, weist Lichtblicke auf

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Bukarests Börse schloss auch die dritte Märzwoche tief im Minus. Das war die erwartet schlechte Nachricht. Die gute ist, dass der Abwärtstrend verlangsamt wurde. Und zwar beträchtlich: Statt eines zweistelligen Rückgangs der Indizes verzeichneten diese in der vergangenen Handelswoche nur noch etwa ein Viertel der Verluste der Vorwoche. Im Durchschnitt verloren die Indizes 4,8 Prozent, wobei diesmal der Energiewerte-Index BET-NG und der Finanzwerte-Index BET-FI den Durchschnitt drückten. Der Markt (BET) ging weiter mit minus 6,8 Prozent stark zurück. Der BETPlus verlor 6,6 Prozent. Dazwischen lag der ROTX mit einem Wochenverlust von 6,7 Prozent, der den Index auch unter die 16.000-Punkte-Marke drückte. Der BET-FI verlor „nur“ 2,8 Prozent und somit auch die Unterstützung für die 40.000-Punkte-Marke. Aktuell liegt der Finanzwerte-Index bei 38.515,27 Punkten. Der Energiewerte-Index hingegen notiert dank eines niedrigen Verlustes von 1,14 Prozent weiterhin über der 550-Punkte-Marke.

Umsatzmäßig ging es an der Bukarester Wertpapierbörse sogar aufwärts. Zwar betrug der Gesamtumsatz mit 470 Millionen Lei (97 Millionen Euro) nur 5 Prozent mehr als in der Woche zuvor, dennoch zeugt dies von einer weiterhin erhöhten Transaktionstätigkeit. Den größten Umsatz schafften in der vergangenen Woche die bekannten Emittenten Banca Transilvania (TLV, 1,73 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) – 17 Prozent vom Gesamtumsatz –, der Fonds Proprietatea (FP, 1,05 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) – 14,1 Prozent – und Romgaz (SNG, 26,5 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3), mit 6,9 Prozent vom Gesamtumsatz. Alle drei Umsatzbringer mussten weitere Kursverluste hinnehmen. TLV-Aktien verloren auf Wochensicht 10,8 Prozent und befinden sich nur zwei Prozent vom 52-Wochen-Tief entfernt. FP-Aktien gingen sogar um 12 Prozent zurück und SNG-Papiere um 5,3 Prozent. Am besten stehen noch die Aktien des Investmentfonds Proprietatea, diese sind 19 Prozent vom Allzeittief entfernt, SNG-Papiere brauchen nur noch 4 Prozent. In ihrem Fall könnte sich auch der Dividendenvorschlag vom vergangenen Freitag in Höhe von 1,61 Lei je Aktie weiter negativ auf den Kurs auswirken, da die Rendite bei der aktuellen Preislage 6 Prozent betragen würde. Davon zeigten sich Analysten laut der Finanzzeitung (Ziarul Financiar) enttäuscht.

Auch sonst gab es nicht nur Verlierer, wie in der Vorwoche: 37 Emittenten schlossen die Handelswoche mit Kursgewinnen. Das sind 36 mehr als in der Woche zuvor. Und zehn von ihnen verzeichneten sogar zweistellige Wachstumsraten. Die höchsten Wochengewinne verzeichneten der Pharmazeutika-Hersteller Biofarm (BIO, 0,347 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) mit 4,8 Prozent und der Hausbauer Impact Developer & Contractor (IMP, 1,385 Lei, ISIN ROIMPCACNOR0). Die höchsten Gewinne auf die zuletzt registrierten Stände aber verzeichneten der Maschinenhersteller Mecanica Ceahlăul (MECF, 0,199 Lei, ISIN ROMECFACNOR0) mit einem Plus von 47,4 Prozent und der Metallverarbeiter VES (VESY, 0,15 Lei, ISIN ROVESYACNOR8) mit plus 36,4 Prozent. Die höchsten Verluste hingegen registrierten die Erste Group Bank AG (EBS, 84 Lei, ISIN AT0000652011) – minus 19,6 Prozent – und der Franchisegeber Sphera Franchsie Group (SFG, 13,5 Lei, ISIN ROSFGPACNOR4) – minus 12,9 Prozent. Jeweils 15 Prozent verloren noch die beiden Maschinenerzeuger Comelf (CMF, 1,49 Lei, ISIN ROCMBFACNOR6) und Altur (ALT, 0,028 Lei, ISIN ROALTCACNOR1), sowie das Bauunternehmen Societatea de Construcții Napoca (NAPO, 4,64 Lei, ISIN RONAPOACNOR0). Die Marktkapitalisierung schloss um nur 0,16 Prozent unter dem Vorwochenwert, der Wert aller gehandelten Aktien lag Ende vergangener Woche bei 117,9 Milliarden Lei (24,5 Milliarden Euro).

Devisen

Der Euro verteuerte sich zum Leu in der vergangenen Woche leicht um 0,56 Prozent. Besonders am Dienstag schwächelte der Leu, da verlor er gegenüber dem Euro gleich 0,43 Prozent. Die europäische Gemeinschaftswährung startet bei 4,8444 Lei in die neue Woche. Der US-Dollar hingegen erstarkte dank einer kurzfristigen Orientierung der internationalen Märkte zur US-amerikanischen Leitwährung, was in Krisenzeiten nicht unüblich ist. Er legte sowohl am Dienstag (plus 1,57 Prozent) als auch am Donnerstag (plus 1,9 Prozent) kräftig zu. Auf Wochensicht legte der US-Dollar ganze 4,6 Prozent zu und startete am gestrigen Montag bei 4,514 Lei in die neue Handelswoche.­ 


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