„Grüne“ Woche an der Bukarester Börse

Anleihenemission sorgt für kräftigen Umsatzanstieg

Im Gegensatz zur Vorwoche gab es eine klare Richtung für die rumänische Börse in der vorletzten Handelswoche im Juni: aufwärts! Die Indizes legten auf Wochensicht  im Durchschnitt 2,4 Prozent zu, wobei der Finanzwerte-Index BET-FI und der ROTX mit jeweils mehr als 2,7 Prozent deutlich über dem Durchschnitt lagen.

Die beiden Indizes überschritten in der vergangenen Woche auch ihre aktuellen Schwellen – der BET-FI sogar zwei, auf knapp über 51.000 Punkten. Der Energiewerte-Index BET-NG bildete dieses Mal das Schlusslicht mit einer Wochenperformance von nur 2 Prozent. Der Hauptindex BET und der BETPlus lagen mit 2,38 bzw. 2,28 Prozent näher am Durchschnitt.

Bewegung am Anleihenmarkt

Am vergangenen Dienstag endete die achte Ausgabe der Staatsanleihen-Emission „Fidelis“. Sie besteht aus zwei Anleihen in Lei und zwei in Euro, die Laufzeiten für Lei-Anleihen liegen bis zum 24. Juni 2023 bzw. 2025, die für Euro-Anleihen bis zum 24. Juni 2023 bzw. 2024. Die Zinssätze liegen bei 7,2 bzw. 7,8 Prozent p.a. für Lei-Anleihen, jene für Euro-Anleihen zwischen 1,4 und 2,3 Prozent p.a., je nach Laufzeit. Private Anleger zeichneten bis zum Angebotsschluss Anleihen für 1,44 Milliarden Lei. Dieser Betrag fand sich am Mittwoch im Umsatz mit Anleihen wieder, insgesamt wurden in der vergangenen Handelswoche 1,448 Milliarden mit Anleihen umgesetzt.

Dagegen mutet der Aktienumsatz in Höhe von 203,8 Millionen Lei mehr als bescheiden an. Dennoch beträgt der Zuwachs zur Vorwoche satte 61 Prozent. Den Gesamtumsatz bestimmten vor allem die Banca Transilvania (TLV, 2,345 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), deren Aktien es auf ein Wochenvolumen in Höhe von 34,7 Millionen Lei brachten (17 Prozent vom Gesamtumsatz) und der Mineralölkonzern OMV Petrom (SNP, 0,48 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9), dessen Aktien es auf 23,7 Millionen Lei brachten (11,6 Prozent).

Gefolgt wurden die beiden Emittenten diesmal vom Erdgasversorger Romgaz (SNG, 50,7 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3), der es auf ein Volumen in Höhe von 16,3 Millionen Lei brachte (8 Prozent). Die beiden Letztgenannten haben in der vergangenen Handelswoche den Markt auch gehörig aufgewühlt. Petrom billigte in der vergangenen Woche eine Kapitalaufstockung in Höhe von 585 Millionen Lei und kündigte Sonderdividenden in Höhe von 2,55 Milliarden Lei an. Die Aktie schloss unverändert in der vergangenen Woche.

Der Erdgasversorger Romgaz hingegen profitierte endlich von den Nachrichten angekündigter Erdgasförderung im Schwarzen Meer und legte auf Wochensicht 5,4 Prozent zu – die Aktie erreichte in der vergangenen Woche mit 51,1 Lei auch das vorläufige Allzeithoch. Mit ihr erreichten auch die Aktien des Erdöl-Terminal-Verwalter Oil Terminal (OIL, 0,18 Lei, ISIN ROOILTACNOR9) bei 0,185 Lei und der Hafendienstleister Socep (SOCP, 0,7 Lei, ISIN ROSOCPACNOR5) mit 0,72 Lei in der vergangenen Handelswoche ihre Allzeit-Höchststände.

Industriewerte auf dem Vormarsch

Oil Terminal ist auch einer der drei Emittenten, deren Aktien in der vergangenen Handelswoche zweistellig zugelegt haben. Die anderen beiden waren die Investmentgesellschaft SIF Muntenia (SIF4, 1,47 Lei, ISIN ROSIFDACNOR6) mit plus 16,7 Prozent und der Maschinenbauer UCM Re{i]a (UCM, 0,785 Lei, ISIN RORESYACNOR6) mit einem Wochenzuwachs von 18 Prozent.
Am unteren Ende der Skala standen diesmal der Elektrogerätehersteller Electroarge{ (ELGS, 0,42 Lei, ISIN ROELGSACNOR6) mit einem Wochenverlust von 9 Prozent und der Baustoff-Hersteller Prebet Aiud (PREB, 1,56 Lei, ISIN ROPREBACNOR0) mit einem Rückgang von 13,33 Prozent. Insgesamt verzeichneten 28 Emittenten Kurszuwächse, während 36 Emittenten die Handelswoche mit Kursverlusten abschlossen. 17 Emittenten schlossen die Woche unverändert.

Devisen

Während die Indizes in der vergangenen Woche im Grünen lagen, befanden sich die Leitwährungen gegen-über dem rumänischen Leu im roten Bereich. Zwar bewegte sich der Euro wie gewohnt kaum wahrnehmbar – minus 0,0002 Prozent oder 0,0001 Lei –, rein rechnerisch verbilligte sich aber die europäische Gemeinschaftswährung.

Der US-Dollar gab ebenfalls dem Druck nach, allerdings um deutlichere 0,0144 Lei oder 0,3 Prozent. Der Euro startete somit bei einem Stand von 4,9471 Lei in die neue Handelswoche, während der US-Dollar bei 4,6905 Lei lag.


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