Holcim investiert über 28 Millionen Euro in Zementfabrik in Alesd

Zementproduzent will Abwärme besser nutzen / 15 Prozent Stromeinsparung

Bukarest (ADZ) - Holcim Rumänien will über 28 Millionen Euro in sein Zementwerk in Alesd (Kreis Bihor) investieren. Das Geld soll über die nächsten zwei Jahre, zur weiteren Modernisierung der Anlage ausgegeben werden, hat dieTochtergesellschaft der Schweizer Gruppe am Dienstag angekündigt.

Die Investitionen werden eine Anlage zur Abwärmenutzung fließen, um die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren und mehr Stoffe nutzen zu können, die bei der Produktion anfallen.
Nach Aussagen des Holcim-Managers Roman Menz sei die geplante Anlage eine Premiere in Osteuropa, nachdem sein Unternehmen bereits in der Schweiz eine ähnliche Technologie installiert habe. 

Menz erklärte weiter, dass diese Investition erhebliche Auswirkungen auf den Ort Alesd haben, da ein wesentlicher Teil der Arbeiten von lokalen Partnern realisiert werden soll. Ziel der Investition von etwa 14 Millionen Euro sei es, etwa 15 Prozent des Strombedarfs der Zementproduktion durch Nutzung der Abwärme, die bei der Klinkerherstellung anfällt, zu gewinnen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal diesen Jahres geplant. Außerdem will Holcim in weitere Technik investieren, die zur Reduzierung des Kohleverbrauchs bei der Zementproduktion inAlesd führt. Dafür stellte das Unternehmen sechs Millionen Euro zur Verfügung, die bis Dezember 2011 verbaut sein sollen.

Außerdem will Holcim in Rumänien mit 3,3 Millionen Euro seine Kapazitäten im Schiffstransport ausbauen. Weitere 4,8 Millionen sollen in die allgemeine Instandhaltung und Modernisierung der Produktionsstätte in Alesd investiert werden. Holcim musste im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzückgang von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 200 Millionen Euro verkraften. Für dieses Jahr rechnet man mit einem Rückgang von höchstens fünf Prozent.

Der Schweizer Holcim-Konzern ist in 70 Ländern vertreten und betreibt zwei Zementwerke in Rumänien, in Alesd und Câmpulung sowie ein Mahlwerk in Turda und 19 Betonverteilstationen. Außerdem will man fünf weitere Stationen, sowie ein Zementterminal in Bukarest einrichten.

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