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Indizes festigen ihre Positionen, doch rückgängiger Handel setzt Börsenbetreiber zu

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Symbolfoto: Wikimedia Commons

Die rumänische Börse folgte dem in der Vorwoche eingeschlagenen Aufwärtstrend und schloss auch die erste volle Handelswoche im August mit Gewinnen ab. Diese fielen aber etwas schwächer aus als die der Vorwoche. Der Durchschnitt lag bei 0,93 Prozent, wobei die meisten wichtigen Indizes unter diesem Wert lagen. Der Hauptindex BET legte auf Wochensicht nur 0,85 Prozent zu, konnte jedoch seine Position jenseits der 9000-Punkte-Marke festigen. Der BETPlus folgte mit einem ebenso hohen Gewinn. ROTX und BET-NG, der Energiewerte-Index, lagen beide mit plus 0,5 Prozent weit unter dem Durchschnitt. Doch auch der ROTX-Index konnte seine Position jenseits der 19.000-Punkte-Marke festigen. Der Finanzwerte-Index BET-FI verbesserte das Gesamtbild mit einem Sprung von 1,9 Prozent – nach einem Verlust von 0,07 Prozent in der Vorwoche – und konsolidierte jenseits der 40.000-Punkte-Marke.

Der Umsatz verbesserte sich gegenüber der Vorwoche um 18,5 Prozent. Der Gesamtumsatz lag in der vergangenen Woche bei 219,5 Millionen Lei, umgerechnet 46,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 43,9 Millionen Lei (9,28 Millionen Euro). Die Spitze wurde am vergangenen Dienstag registriert, als mehr als 51 Millionen FP-Aktien (FP, 1,115 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) den Besitzer wechselten. Rund 100 Transaktionen mit FP-Papieren generierten einen Umsatz von 57,03 Millionen Lei, 73,6 Prozent von Tagesumsatz von 77,4 Millionen Lei. FP-Aktien waren auch über die gesamte Woche für 38,2 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Sie legten auf Wochensicht 2,7 Prozent zu und erreichten am Freitag ihr 52-Wochen-Hoch von 1,12 Lei. Aktuell liegen sie 0,45 Prozent unter dem Allzeithoch. Die Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,37 Lei ISIN ROTLVAACNOR1) lagen in der vergangenen Woche nur an zweiter Stelle auf der Umsatzskala, mit einem Anteil von 30,5 Prozent vom Gesamtumsatz. Sie verloren auf Wochensicht 0,21 Prozent.

Neben FP konnte auch SIF Moldova (SIF2, 1,43 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) kräftig zulegen (plus 2,5 Prozent) und so zum guten Abschneiden des Finanzwerte-Index beitragen. Mit einem Plus von 3,08 Prozent stand das Bauunternehmen Impact Developer & Contractor (IMP, 1,17 Lei, ISIN ROIMPCACNOR0) an der Spitze der Gewinner-Charts.

Einen Nachhall gab es hingegen für die Erste Group Bank (EBS, 148,6 Lei, ISIN AT0000652011), deren Aktien weitere 2,96 Prozent an Wert verloren, nachdem sie in der Woche zuvor um 7,98 Prozent wegen des Gewinnrückgangs um 5,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 eingesackt waren.
Der Börsenbetreiber BVB (BVB, 23,1 Lei, ISIN ROBVBAACNOR0) musste ebenfalls einen Verlust von 2,12 Prozent hinnehmen, nachdem bekannt wurde, dass der Handel mit Aktien im ersten Halbjahr 2019 um 25 Prozent zurückgegangen war, im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zwar ist der Wert aller gehandelten Aktien seit Jahresbeginn um 14 Prozent gestiegen, doch das bringt dem Börsenbetreiber nicht so viel ein wie der Rückgang des Handels. Die Einkünfte gingen um 17 Prozent zurück, der Gewinn um satte 62 Prozent auf 2,57 Millionen Lei.
Der staatlich gehaltene Arzneimittelhersteller Antibiotice Iași (ATB, 0,52 Lei, ISIN ROATBIACNOR9) meldete ein Gewinnplus von 11 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 22,3 Millionen Lei und einen Umsatzsprung um 9,3 Prozent auf 172,4 Millionen Lei. Außerdem wurde bekannt, dass die rumänischen Brüder Pavăl, Gründer der Baumarktkette Dedeman, sich für eine Million Lei bei ATB eingekauft haben. Die Aktie legte auf Wochensicht vorerst nur 0,77 Prozent zu.

Devisen

Der rumänische Leu machte den in der Woche zuvor verlorenen Boden wieder gut. Die Landeswährung erstarkte gegenüber beiden Leitwährungen, wobei der US-Dollar deutlich schlechter abschloss als der Euro. Die europäische Einheitswährung verlor auf Wochensicht 0,14 Prozent oder 0,0067 Lei und fiel somit wieder unter die 4,73-Lei-Marke. Der US-Dollar sackte in der besagten Woche um fast 1,1 Prozent ein. Am gestrigen Montag startete der Greenback bei einem Stand von 4,2184 Lei in die neue Handelswoche. Gleichzeitig stand der Euro bei 4,7273 Lei.


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