IWF: Wachstumsprognose auf 2 Prozent herabgesetzt

Von der Erhöhung der Renten und Gehälter keine Rede

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Bei der vierten Überprüfungsmission hat der IWF die Wachstumsprognose Rumäniens von 1,8-2,3 Prozent auf 1,5-2 Prozent herabgesetzt. Die Herabsetzung begründet Jeffrey Franks damit, dass Rumänien stark von den Exporten in die Eurozone abhängt und dort eine Rezession vorausgesagt wird.
Was die Inflationsrate betrifft, ist der IWF der Ansicht, dass diese dem von der Nationalbank Rumäniens (BNR) festgesetzten Ziel entsprechen wird. Die Nationalbank hatte voriges Jahr das Ziel der Inflationsrate von 4,6 auf 3,3 Prozent heruntergestuft, für 2012 wurde die Inflationsprognose von 3,5 Prozent auf 3 Prozent herabgesetzt.

Man habe mit der Regierung vereinbart, dass gegenwärtig keine Angleichung der Gehälter und Renten an die Inflationsrate möglich ist, sagte Jeffrey Franks.  Man werde später darüber sprechen. Was das neue Gesundheitsgesetz betrifft, so habe der IWF der Regierung sechs Monate Zeit gegeben, damit dieses Gesetz öffentlich erörtert wird, unterstrich Jeffrey Franks. Eine tiefgreifende Reform im Gesundheitswesen müsse jedenfalls stattfinden.
In den Verhandlungen mit dem IWF hat die Regierung erreicht, dass der Erdgaspreis für die Bevölkerung im Jahr 2012 nicht angehoben wird und die Freigabe der Strompreise für diese Kategorie erst 2017 erfolgt. Für die industriellen Verbraucher bleibt der Termin 31. Dezember 2013 gültig.

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