Kaum Bewegung unter den Indizes, dennoch keine schlechte Woche für Aktien

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Bild: Wikimedia Commons

Die Bukarester Börse startete äußerst verhalten in den Februar. In der ersten Handelswoche tat sich kaum etwas, wenn man der Entwicklung der Indizes folgt. Der Hauptindex BET verlor auf Wochensicht 0,023 Prozent, konnte aber die 10.000-Punkte-Marke halten. Der BETPlus legte überraschenderweise 0,03 Prozent zu. Der Finanzwerte-Index profitierte vom Aufschwung der vergangenen Wochen (plus 0,25 Prozent). Der ROTX hingegen schloss die Handelswoche mit einem Minus von 0,14 Prozent und der Energiewerte-Index drehte dank eines Zuwachses von 0,23 Punkten leicht ins Plus (0,03 Prozent).

Keine schlechte Woche für Aktien

Trotz schwacher Index-Entwicklung war es keine schlechte Woche für die meisten Emittenten an der Bukarester Börse. 41 Aktien verzeichneten Kursgewinne, ihnen standen 21 Emittenten gegenüber, welche die Woche mit Verlusten abschlossen. Die Marktkapitalisierung legte auf Wochensicht stattliche 2,3 Prozent auf 182,5 Milliarden Lei (38,3 Milliarden Euro) zu – mit einem Spitzenwert von 183,99 Milliarden Lei (38,6 Milliarden Euro) am vergangenen Donnerstag.
Nach einer sehr umsatzstarken Handelswoche halbierte sich der Umsatz in der ersten Februarwoche. Von den 210 Millionen Lei (44 Millionen Euro) entfielen 27,3 Prozent auf die Banca Transilvania (TLV, 2,565 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), die mit minus 0,77 Prozent auch nicht zu den Gewinnern der Woche gehört. BRD (BRD, 16,34 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) hingegen schon, dank eines Zuwachses von 1,36 Prozent. 14,8 Prozent des Gesamtumsatzes wurden mit BRD-Aktien erzielt. Aktionären winkt eine Dividende in Höhe von 1,64 Lei je Aktie vom Vorjahresgewinn, was einer Rendite von zehn Prozent entsprechen würde. Im Vorjahr lag die Rendite bei 12 Prozent. Über den Vorschlag sollen Aktionäre bei der Vollversammlung am 23. April entscheiden. 

Ebenfalls zu den Gewinnern zählt auch die Erste Bank Group AG (EBS, 165,65 Lei, ISIN AT0000652011) mit plus 5,17 Prozent.
Ein weiterer Gewinner der Woche war auch Rumäniens größter Gesundheitsdienstleister MedLife (M, 38,7 Lei, ISIN ROMEDLACNOR6) mit einem Plus von 6,6 Prozent. Die Kapitalisierung des Unternehmens erreichte 860 Millionen Lei, Analysten sehen Raum für weitere Zuwächse, denn das Unternehmen ist Nutznießer eines neuen Gesetzes der neuen liberalen Regierung. Dieses sieht vor, dass auch private Dienstleister gesetzlich Krankenversicherte versorgen und die Leistung über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen können. Das dürfte bei MedLife für wachsende Einnahmen sorgen.

Ausblicke

Interessant wird die Entwicklung der Romgaz-Aktien (SNG, 35 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) sein. Das Unternehmen hat die Übernahme eines Förderareals von ExxonMobil eingeleitet, es handelt sich wohl um das größte Offshore-Förderprojekt seit 1989. Im vergangenen Jahr hatte der Geschäftsführer des staatlich gehaltenen Erdgaserzeugers verlauten lassen, in einer Partnerschaft mit OMV Petrom (SNP, 0,4215 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) bis zu 20 Prozent am zukünftigen Konsortium erwerben zu wollen, das sich um die Förderung von Erdgas im Neptun Deep Areal im Schwarzen Meer kümmern wird.
Auch Petrom dürfte von der Förderung profitieren. Das Unternehmen hat seine vorläufigen Ergebnisse für 2019 bekanntgegeben. Der Reingewinn ist im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 3,6 Milliarden Lei zurückgegangen, der Umsatz aber auf 25,5 Milliarden Lei angestiegen. Aktionäre sollen mit einer Bruttodividende von 0,031 Lei je Aktie belohnt werden, das würde einer Rendite von etwas mehr als sieben Prozent entsprechen. Das wäre die höchste Rendite bei Petrom seit 2011, wie die Finanzzeitung (rum. Ziarul Financiar) berichtet. Die SNP-Aktie legte auf Wochensicht schwache 0,36 Prozent zu.

Devisen

So uneinheitlich sich die rumänische Börse zeigte, ebenso uneinheitlich war auch der Devisenmarkt. Während der Euro gegenüber dem Leu Einbußen verzeichnete, verteuerte sich der US-Dollar. 
Die Notenbank ließ den Leitzins unverändert, gab jedoch bei den Mindestreserven nach und ließ somit etwa 600 Millionen Euro in den Devisenmarkt frei. Damit versuchte die Notenbank die rumänische Währung zu stützen. Der Euro startete bei einem Stand von 4,7642 Lei in die neue Handelswoche, der US-Dollar stand am gestrigen Montag bei 4,3499 Lei.


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