Mittel- und Osteuropa wichtiger Wirtschaftspartner Deutschlands

Bukarest (ADZ) - Anfang diesen Jahres wurde durch die deutschen Auslandshandelskammern der Region Mittel- und Osteuropa (MOE) eine gemeinsame Konjunkturumfrage durchgeführt. Fast tausend, vorwiegend deutsche Unternehmen in 16 Ländern der Region haben sich beteiligt. Der steigende Anteil der Region MOE an den deutschen Kapitalexporten belegt, dass die Unternehmen in dieser Region ein überdurchschnittliches Potential sehen, wie die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (DRAHK) am Mittwoch in Bukarest bekannt gab. 

Die MOE-Konjunkturumfrage untersuchte eine Vielzahl von Faktoren, die für Unternehmen bei ihren Standortentscheidungen von Bedeutung sind: das staatliche Umfeld, das Marktumfeld, den Arbeitsmarkt.

Trotz der konjunkturellen Stabilisierung in ganz Europa schätzen die Umfrageteilnehmer die Lage der Wirtschaft ihres Landes Anfang 2011 kaum besser ein als vor einem Jahr so die Studie. Noch immer meint fast jedes zweite Unternehmen, die Lage sei schlecht, gerade einmal jedes siebente Unternehmen wertet die Situation als gut. 

Deutlich verbessert haben sich jedoch in der Gesamtregion die Erwartungen für das laufende Jahr. Im Durchschnitt aller Länder erwarten 38 Prozent der Firmen eine Verbesserung, nur 18 Prozent befürchten eine erneute Verschlechterung. Deutlich besser wird jedoch die eigene Geschäftslage eingeschätzt, 42 Prozent der Befragten werten sie als gut. Für 2011 erwartet die Mehrheit der Unternehmen in fast allen Umfrageländern eine Verbesserung der eigenen Geschäftslage.

Der Euro hat laut der Umfrage in diesem Jahr sichtbar von seiner Anziehungskraft für die Unternehmen in Mittel- und Osteuropa verloren. Nur noch zwei Drittel der Befragten wünschen die Einführung der Gemeinschaftswährung – vor einem Jahr waren es noch 81 Prozent, 21 Prozent wollen den Euro nicht. Insgesamt bestätigte sich auch in der Umfrage 2011, dass das wichtigste Investitionskriterium für Investoren die Arbeitskräfte sind, erst danach folgen die Bereiche, die der Staat direkt beeinflusst, wie Steuern, Bürokratie, Korruption, Infrastruktur. An dritter Stelle spielen Faktoren eine Rolle, die mit dem Markt und dem Geschäftsumfeld zusammenhängen: Zulieferer, lokale und regionale Nachfrage oder Zahlungsmoral.

Was die Attraktivität für deutsche Investoren angeht, befindet sich Rumänien im mittleren Teil der Rangliste, nach Tschechien, Polen, der Slowakei, Kroatien, Ungarn, aber vor Serbien, Bulgarien oder der Ukraine. 

Allerdings hat Rumänien in puncto Attraktivität leicht verloren. Dennoch würden 77 Prozent der befragten Unternehmen Rumänien als Standort wieder wählen, was zeigt, dass trotz einiger Probleme die Erwartungen insgesamt erfüllt wurden.

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