Astrid Fodor - primarul Sibiului

Verhaltener Handel an der Börse führt zu uneinheitlichem Schlussbild mit leichten Verlusten

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Bukarests Wertpapierbörse gab in der vergangenen Woche ein uneinheitliches Bild ab. Während der Finanzwerte-Index BET FI ein Wochenplus von 0,5 Prozent verzeichnete, schlossen alle anderen Indizes mit leichten Verlusten. Den höchsten registrierte der Energiewerte-Index mit einem Minus von einem Prozent. Die Handelswoche begann wegen der orthodoxen Osterfeiertage erst am Dienstag. Der Handel setzte nur zögerlich ein, der Tagesumsatz lag bei niedrigen 47,52 Millionen Lei (9,8 Millionen Euro). Dabei war dies auch der höchste Tagesumsatz der vergangenen Woche. Nach einem Tiefpunkt am Mittwoch (15,28 Millionen Lei oder 3,16 Millionen Euro) stieg der Umsatz langsam an, bis er am Freitag 28,55 Millionen Lei (5,9 Millionen Euro) erreichte. Auf Wochensicht lag der Gesamtumsatz somit bei 114,15 Millionen Lei (23,6 Millionen Euro). Größte Umsatzbringer waren auch bei dieser zurückhaltenden Handelslaune die Banca Transilvania (TLV, 1,928 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit einem Anteil von 22,9 Prozent am Gesamtumsatz, die Banca Română de Dezvoltare (BRD, 11,4 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) mit 18,7 Prozent und OMV Petrom (SNP, 0,3075 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) mit 12,9 Prozent. Profitieren konnte dabei nur die Banca Transilvania, deren Aktien auf Wochensicht 2,12 Prozent zulegten. BRD- und SNP-Aktien gehörten zu den Verlierern der Woche.

Gewinner und Verlierer

Der Aktienkurs von Rumäniens zweitgrößter börsennotierten Bank geriet wegen der Entscheidung der Aktionäre, den Gewinn vom Vorjahr in Höhe von 1,53 Milliarden Lei ins laufende Geschäftsjahr zu übertragen, unter Druck. Somit wird auch keine Bruttodividende in Höhe von 1,64 Lei je Aktie ausgeschüttet. Die Entscheidung hatte der Hauptaktionär durchgesetzt, die französische Bank Sociéte Générale, die mit 60,16 Prozent an der rumänischen Bank beteiligt ist. BRD-Aktien verloren auf Wochensicht jedoch nur 1,2 Prozent. Der Kurs der Aktien des Erdgaserzeugers Romgaz (SNG, 27,5 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) fiel auf Wochensicht um 2,8 Prozent. Möglicherweise lagen die Erwartungen der Anleger hinsichtlich der Dividendenrendite höher, als die 6 Prozent, die auf der Vollversammlung letztendlich bewilligt wurden. Das Bauunternehmen Impact Developer & Contractor (IMP, 1,3 Lei, ISIN ROIMPCACNOR0) musste einen Kursrückgang von 3,7 Prozent hinnehmen, die Patria Bank (PBK, 0,079 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) ein Minus von 2,46 Prozent. Insgesamt schlossen 20 Emittenten die Handelswoche mit Kursverlusten ab, während 33 börsennotierte Unternehmen Gewinne einfahren konnten. Der Wert aller gehandelten Aktien legte auf Wochensicht 1,22 Prozent zu auf 124,88 Milliarden Lei (25,8 Milliarden Lei). Ein gutes Comeback legte die Erste Bank Group (EBS, 85,5 Lei, ISIN AT0000652011) hin, deren Aktien auf Wochensicht 5,3 Prozent zulegten.

Ausblicke gewagt

Der Winzerbetrieb Purcari Wineries (WINE, 19,65 Lei, ISIN CY0107600716) hat, ersten Schätzungen zufolge, ein gutes erstes Quartal hinter sich. Der Absatz wuchs um 9 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresniveau. Bleibt abzuwarten, wie sich der Lockdown in Europa und die damit verbundene Schließung von Restaurants auf die Absatzzahlen im zweiten Quartal auswirken werden. Sollte der Einzelhandel das Absatzminus aus dem Gastgewerbe auffangen, dürfte dies den Aktienkurs über das Wochenplus von 0,25 Prozent der vergangenen Woche hinweg stützen. Die Entwicklung eines anderen Emittenten aus dem Lebensmittelbereich wird ebenfalls interessant sein. Dem Franchisegeber Sphera Franchise Group (SFG, 15 Lei, ISIN ROSFGPACNOR4) ist inmitten der Krise, die sämtliche Fast Food Restaurants, für die das Unternehmen Lizenzen in Rumänien und der Republik Moldova ausgibt, geschlossen hat, der Geschäftsführer abhandengekommen. Die Aktie registrierte noch ein Wochenplus von einem Prozent. Wird das Unternehmen rasch einen Ersatz finden, dürfte dies den Kurs vor einem möglichen Verfall retten.

Devisen

In internationalen Fachmedien wird die Stabilität der rumänischen Währung gegenüber den Leitdevisen Euro und US-Dollar gelobt. Mittelfristig droht jedoch der Druck durch einbrechende Exporte zuzunehmen, sodass eine weitere Abwertung des Leu gegenüber den beiden genannten Devisen nicht auszuschließen ist. Schon jetzt stehen Euro und US-Dollar recht stabil auf sehr hohem Niveau gegenüber dem Leu. Auf Wochensicht bewegte sich der Euro kaum (plus 0,1 Prozent), der US-Dollar registrierte wie gewöhnlich etwas mehr Bewegung (1,03 Prozent). Gestern startete der Euro bei 4,8412 Lei in die letzte Aprilwoche, der US-Dollar lag am selben Tag bei 4,4984 Lei.


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