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Währungsbuffer des Finanzressorts dahingeschmolzen

„Eiserne Reserve“ Ende Juli bei 3,3 Milliarden Euro

Bukarest (ADZ) - Die Währungsreserve des rumänischen Finanzministeriums, die auf Anraten der internationalen Organisationen (IWF, EU, Weltbank) für prekäre wirtschaftliche und finanzielle Zeiten in Europa angelegt worden war, schmilzt zusehends dahin. Letzte Tage hatte der suspendierte Staatschef Traian Băsescu in einem Fernsehgespräch aufgezeigt, dass der sogenannte „Buffer“ von den ursprünglichen 5 Milliarden Euro auf mittlerweile fast die Hälfte geschrumpft ist. Das sei gefährlich für die Finanzstabilität des Landes die „eiserne Reserve“ sei schließlich deshalb angelegt worden, um in Zeiten hoher Renditen für rumänische Staatsanleihen einen „Nottopf“ zur Verfügung zu haben, damit Zahlungsausfälle – etwa bei der Auszahlung von Renten und Löhnen – vermieden werden können. 

Der heimischen Wirtschaftspresse zufolge sind die Prämien für Kreditausfallversicherungen (CDS) für rumänische Staatsanleihen auch wegen der schweren innenpolitischen Turbulenzen inzwischen auf 450 Basispunkte gestiegen – womit sie bereits in die Nähe der ungarischen CDS rücken.

Das Finanzministerium verlautete am Mittwoch, dass der Buffer Ende April 3,2 Mrd. Euro und 2,1 Mrd. USD betragen habe. Allerdings habe man ein Darlehen aus dem Jahr 2002 in Höhe von 760 Mio. Euro begleichen müssen, mit weiteren 850 Mio. Euro seien interne Schulden getilgt worden. Entsprechend habe der Buffer am 24. Juli nur noch 3,3 Mrd. Euro aufgewiesen, da zudem wegen der steigenden CDS auch weniger Geld am Anleihenmarkt geliehen wurde. Dies konnte sich das Finanzministerium auch deshalb erlauben, weil Anfang des Jahres ein großer Teil der nötigen Liquidität für 2012, zu verhältnismäßig günstigen Konditionen am Anleihenmarkt besorgt wurde.

cffviseu

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Bemerkungen :

  • user
    Sraffa 27.07.2012 Beim 09:50
    Die objektive wirtschaftliche Lage/Perspektive von Rumänien ist eindeutig besser als die von Ungarn ; trotzdem bewerten die Finanzmärkte beide Länder gleich. Dies wiederum ist eindeutig lediglich auf das schlechte Image der Rumänischen Politik zurückzuführen.