Weitere grüne Woche für die Bukarester Börse, COS-Rettung durch Regierung macht sich bemerkbar

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Der Aufwärtstrend an der rumänischen Börse hielt auch in den ersten drei Handelstagen im Dezember an. Die Börsenwoche fiel kurz aus wegen zwei aufeinanderfolgenden Feiertagen. Im Durchschnitt legten die Indizes 2,3 Prozent zu. Leicht darüber entwickelte sich der ROTX-Index mit einem Wochenplus von 2,4 Prozent. Der Hauptindex BET aber übertraf den Durchschnitt deutlicher mit einer Wochenperformance von plus 2,85 Prozent. Der BETPlus folgte mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent. Der Finanzwerte-Index BET-FI lag mit plus 1,97 Prozent leicht unter dem Durchschnitt, doch das Schlusslicht bildete diesmal der Energiewerte-Index BET-NG mit einem Wochenplus von 1,47 Prozent.

Beachtliche Umsätze trotz weniger Handelstage

Der Umsatz lag leicht unter dem der Vorwoche (minus 4 Prozent), allerdings verteilte er sich auf nur drei Handelstage. Bei einem gesamten Aktienumsatz von 208,36 Millionen Lei (42,76 Millionen Euro) liegt der durchschnittliche Tagesumsatz bei 69,45 Millionen Lei (14,25 Millionen Euro). Die Banca Transilvania (TLV, 2,26 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) sicherte mit 60,8 Millionen Lei Umsatz knapp 30 Prozent. Gefolgt wurde die Bank von einer anderen Bank, Banca Română de Dezvoltare (BRD, 14,52 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) mit einem Anteil von 13 Prozent. Der Erdgaserzeuger Romgaz (SNG, 28,55 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) war dritter mit 10,5 Prozent des Gesamtumsatzes. Alle drei Aktien schlossen die Handelswoche mit Kursgewinnen. Am besten schnitt dabei die BRD ab, deren Aktien 9 Prozent zulegten.

COS stiehlt Wochengewinnern die Show

Dabei waren die Bankaktien nicht die größten Gewinner der Woche. Unter den 39 Emittenten, deren Aktien auf Wochensicht zulegten, verzeichnete der Metallverarbeiter COS Târgovi{te (COS, 0,585 Lei, ISIN ROCOSUACNOR5) mit plus 48 Prozent den höchsten Kurssprung. Vor etwa drei Wochen hatte die Regierung in einem Eilerlass das Unternehmen mit seinen 1200 Mitarbeitern vor dem Untergang gerettet. Das früher zum russischen Mechel-Konzern gehörende Unternehmen ist wegen Überschuldung in die Insolvenz geschlittert. Nun, aufgrund des Eilerlasses, soll das Wirtschaftsministerium die Aktiva von COS zur Tilgung von dessen Steuerschulden in Höhe von 141 Millionen Lei übernehmen. Die Aktie legte seit dem 19. November an jedem der sieben Handelstage jeweils mehr als 12 Prozent zu. Unter den wichtigeren Gewinnern der Woche waren diesmal auch zwei SIF-Investmentgesellschaften: SIF Transilvania (SIF3, 0,3360 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8) und SIF Muntenia (SIF4, 0,7360 Lei, ISIN ROSIFDACNOR6) mit 4 beziehungsweise 3,95 Prozent Zuwachs.

Eine weitere SIF-Gesellschaft – SIF Oltenia (SIF5, 1,685 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) gehörte hingegen zu den Verlierern der Woche mit einem Verlust von 0,3 Prozent. Ähnlich erging es weiteren 15 Emittenten, die in der vergangenen Woche Kursverluste hinnehmen mussten. Am stärksten traf es diesmal das Textilunternehmen CONTED (CNTE, 24 Lei, ISIN ROCNTEACNOR9), dessen Aktienkurs um 12 Prozent zurückging.

Fidelis-Staatsanleihen wirbeln den Markt auf

Die kurze Börsenwoche startete mit einem Ruck am Anleihenmarkt, als die neue Auflage Staatsanleihen des Finanzministeriums an die Käufer ging. Anleihen im Wert von 2,7 Milliarden Lei rüttelten den Markt wach und brachten den Umsatz auf einen Durchschnitt von 910 Millionen Lei, was den Aktienumsatz in den Schatten stellte. Es handelte sich dabei um die Herbst-Edition des Fidelis getauften Anleihen-Programms der rumänischen Regierung. Zur Auswahl standen Euro-Anleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 1,85 Prozent p.a. für umgerechnet 1,4 Milliarden Lei, einjährige Anleihen mit 3,5 Prozent p.a. für 628 Millionen Lei und dreijährige Anleihen mit einer Verzinsung von 4 Prozent p.a. für 688 Millionen Lei.

Devisen

Der US-Dollar führte seine Talfahrt gegenüber dem rumänischen Leu auch zu Beginn des Monats Dezember fort. Oder der rumänische Leu setzte sich weiter deutlich gegen den US-Dollar durch – wie man es nimmt. Tatsache ist, dass die US-amerikanische Leitwährung in Bukarest auf Wochensicht weitere 2 Prozent gegenüber dem rumänischen Leu verlor. Gestern startete der US-Dollar bei einem Stand von 4,0024 Lei in die neue Woche. Zur gleichen Zeit stand die europäische Gemeinschaftswährung bei weiterhin hohen 4,8725 Lei, nur 0,001 Leu unter dem Vorwochenstand. Das lässt eine Beschreibung als „Seitwärtsbewegung“ zu.
 

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