AUR in der Kritik: „Putin profitiert“

Bukarest (ADZ) – Ex-Geheimdienstchef Eduard Hellvig hat die nationalistische Partei AUR für ihre neulich abgesetzten revisionistischen Botschaften kritisiert. AUR-Senator Claudiu Târziu hatte in Iași gefordert, dass Bessarabien, die Nordbukowina und der Süden Bessarabiens – heute teilweise ukrainisches Staatsgebiet – wieder zu Rumänien gehören sollen. Laut Hellvig spiele solches Gedankengut, das auch ungarische Extremisten vertreten, gerade Russlands Präsident Wladimir Putin in die Hände. 

Remus Pricopie, Ex-Bildungsminister und Rektor der Bukarester Hochschule für Politik- und Verwaltungsstudien (SNSPA) verlangt in einem Appell an das Parlament, dass die Verbindungen von AUR-Chef George Simion mit russischen Geheimdiensten untersucht werden. Auch seien die Voraussetzungen erfüllt, um gegen die AUR ein Parteiverbotsverfahren zu führen, sagte er. Simion setze täglich Kremlgünstige Botschaften ab, doch die Behörden seien untätig. Für Rumänien bestehen somit Demokratierisiken, fand Pricopie.