Deutsche Stipendiatin an der Nikolaus-Lenau-Schule

Svenja Wolken kam mit einem Klaus-Kinkel-Stipendium nach Temeswar

chlittschuhlaufen in Temeswar – die deutsche Stipendiatin Svenja Wolken fühlte sich in der Stadt an der Bega und an der Lenau-Schule sehr wohl. Foto: privat

Temeswar – Die 28-jährige Absolventin der Universität Osnabrück, Svenja Wolken, hat von September bis Mitte Dezember 2019, als in Rumänien die Winterferien begonnen haben, an der Grundschule der deutschen Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar/Timişoara hospitiert. Die Absolventin eines Lehramtsstudiums an der Universität Osnabrück in Deutschland kam mit einem Klaus-Kinkel-Stipendium nach Rumänien. „Ich war einfach neugierig auf dieses Land. Ich habe hier sehr schnell Anschluss gefunden, die Leute sind sehr kommunikativ und neugierig“, sagt Svenja Wolken.

Die Klaus-Kinkel-Stipendien werden zu Ehren von Dr. Klaus Kinkel, ehemaliger Bundesaußenminister und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung, im Rahmen des Lehramtsstipendienprogramms FundaMINT, welches die Deutsche Telekom Stiftung seit 2013 jährlich ausschreibt, vergeben. Dabei werden Auslandshospitationen in Mittel- und Osteuropa unterstützt. Die Durchführung geschieht in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA). Im Rahmen ihrer Hospitation an Temeswars bekanntester deutscher Schule durfte Svenja Wolken erleben, wie der Unterricht in den Grundschulklassen verläuft.

In manchen Klassen übernahm sie den Natur- und Staatsbürgerkundeunterricht, an anderen Stellen hospitierte sie und konnte dadurch verschiedene Unterrichtsstile kennenlernen. „Ich durfte eine Woche lang sogar als Klassenlehrerin arbeiten, weil ich eine Lehrerin vertreten habe, und das war auch eine sehr spannende Erfahrung“, erzählt Svenja Wolken im Nachhinein. Der Unterrichtsstoff sei derselbe in Rumänien wie in Deutschland, Unterschiede gäbe es aber in der Art und Weise der Vermittlung dieses Lehrstoffs. „In Rumänien wird vor allem viel gemeinsam gelernt – die Kinder arbeiten sehr im Gleichschritt. Es gibt nicht diese Phasen, dass die Kinder ausströmen und erstmal mit dem Thema allein beschäftigt sind, sodass sie auch unterschiedlich und individuell arbeiten können. Das hat aber in Rumänien den Vorteil, dass man besser kontrollieren kann, wie weit die Kinder sind“, sagt Svenja Wolken. „Wenn man natürlich noch eine Sprache lernt, dann ist es unheimlich wichtig, diese Art von Kontrolle zu haben“, fügt sie hinzu. Für den Unterricht in Rumänien würde sich Svenja Wolken wünschen, dass man auch hier ab und zu die Formen aufbricht und die Kinder auch mal animiert, zum Beispiel in Gruppen zu arbeiten und sich mehr im Raum zu bewegen. Andererseits hinge das auch von den räumlichen Voraussetzungen ab. Die Klassenräume der sogenannten „kleinen Lenau-Schule“ am Domplatz sind zwar gut ausgestattet, aber nicht so groß, wie man sie aus vielen Schulen in Deutschland kennt, so die deutsche Stipendiatin, die in Osnabrück Deutsch und Sachunterricht für das Grundschullehramt studiert hat.

Von ihrem Besuch in Temeswar nimmt Svenja Wolken sehr viel mit, sagt sie. „Ich bin jetzt flexibler, was Unterrichtsplanung angeht, weil ich hier schon mehr gemacht habe, als ich das aus Deutschland kannte. Ich war hier eigenverantwortlicher und habe viel Erfahrung gesammelt“, sagt die Klaus-Kinkel-Stipendiatin, die in der Stadt sehr schnell Anschluss gefunden hat. „Temeswar ist eine sehr lebendige Stadt“, betont sie. In diesem Monat beginnt Svenja Wolken eine Promotion im Sachunterricht an der Universität Osnabrück. Gerne würde sie sich weiterhin mit der Sprachbildung im Fachunterricht beschäftigen.

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