Gedenktag: Staatschef ehrt Holocaust-Überlebende

Johannis: Parallelen zwischen Nazi-Regime und Koalition

Vom Staatsoberhaupt mit dem Treuedienst-Orden ausgezeichnet: Die Holocaust-Überlebenden Rachel Davidovits, Lea Pardău, Sandra Segal, Anette Vainer, Agneta Iudita Szinetar, Shai Meir und Andrei Klein.
Foto: Präsidentschaft

Bukarest (ADZ) - Aus Anlass des Holocaust-Gedenktages hat Staatschef Klaus Johannis am Montag mehrere Holocaust-Überlebende mit dem Treuedienst-Orden ausgezeichnet und dabei erstmals mittels einer Parallele zum Nazi-Regime vor den Konsequenzen der Vereinnahmung des Staates durch Interessengruppen gewarnt.
In ihrem „wahnwitzigen Versuch, sich vor der Justiz zu retten und sich an der Macht zu halten“ würden so manche heimische „Politiker Magistraten anschwärzen, multinationale Konzerne der Heimtücke beschuldigen sowie die EU verunglimpfen“. „Vergessen wir nicht – im Namen angeblich hehrer Ideale hat auch das Nazi-Regime Fuß fassen können, und zwar durch Rechtsänderungen und die Vereinnahmung des Staates“. Der Präsident hob hervor, dass „heute die einen, morgen die anderen angeschwärzt“ würden, bis „die Unterschiede völlig verschwimmen“ und die „ständige Suche nach Sündenböcken“ als „perfekte Ausrede für die Vereinnahmung des Staates“ dienen kann.
Man sei „heute hier“, um „sich gemeinsam zu erinnern“ und sich den „zunehmenden nationalistischen und extremistischen Strömungen auf EU-Ebene“ geschlossen entgegenzustellen, so Johannis.

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Bemerkungen :

  • user
    Dieter 30.01.2019 Beim 10:10
    Respekt, KWJ, eine großer Beitrag für Frieden und Freiheit. Genau so wie beschrieben haben die Faschisten damals angefangen. Heute wissen wir alle, wohin das geführt hat. Darum, wehret den Anfängen, egal ob Faschisten, (Post-) Kommunisten oder andere wieder am Werk sind.