Leichte Korrektur der Indizes in Bukarest, stärkere Korrektur der Bank-Aktien

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Foto: Wikimedia Commons

Die Bukarester Börse erlebte eine leichte Kurskorrektur in der vergangenen Woche. Dass der Durchschnitt der Indizes immer noch ein Plus aufweist (von 0,0099 Prozent) lag daran, dass der Energiewerte-Index sich wieder einmal gegen den Markt entwickelt hat und ein Plus von 0,7 Prozent schaffte. Der Hauptindex BET verlor auf Wochensicht 0,1 Prozent, der BETPlus zog nach. Mehr als doppelt so viel verlor der Finanzwerte-Index BET-FI (minus 0,25 Prozent), was aber nicht die 42.000-Punkte-Marke gefährdete. Einen Verlust von 0,18 Prozent wies schließlich der ROTX aus.

Umsätze gehen wieder zurück

Nachdem die Umsätze mit Aktien in den vergangenen Wochen stetig gestiegen waren, gingen sie in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche zurück. 30 Prozent betrug der Rückgang, 136,32 Millionen Lei der Gesamtumsatz (28,2 Millionen Euro). Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 27,26 Millionen Lei oder 5,6 Millionen Euro. Fast ein Fünftel davon wurde mit Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,19 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) erzielt, die weiter an Wert verloren (minus 1,6 Prozent). 16 Prozent des Umsatzes brachte der Handel mit Aktien des Mineralölkonzerns OMV Petrom (SNP, 0,334 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9), die den Gewinnrückgang anscheinend gut verkraftet haben – die Aktie legte auf Wochensicht 1,5 Prozent zu. Dritter auf der Umsatzskala war eine weitere Bank: Banca Română de Dezvoltare (BRD, 11,56 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) – ebenfalls mit Kursrückgang und zwar um 2,5 Prozent. Mit der Erste Bank Group (EBS, 96,7 Lei, ISIN AT0000652011) hat auch die dritte große in Bukarest gehandelte Bank einen Kursverlust hinnehmen müssen. EBS-Papiere verloren 3,2 Prozent auf Wochensicht. Die Branche wurde in der vergangenen Woche von der Patria Bank (PBK, 0,0858 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) gerettet, deren Aktien 4,4 Prozent zulegten, nachdem bekannt wurde, dass sie im ersten Halbjahr 4,8 Millionen Lei Gewinn gemacht hat und dieser 70 Prozent über dem Ergebnis der entsprechenden Vorjahresperiode liegt.

Gewinner und Verlierer der Woche

Damit war Patria Bank auch einer der Gewinner der Woche schlechthin und teilte sich den Titel mit Börsen-Schwergewichten wie Transelectrica (TEL, 23,9 Lei, ISIN ROTSELACNOR9), dessen Aktien ebenfalls 4,4 Prozent zulegten, und SIF Banat Crișana (SIF1, 2,21 Lei, ISIN ROSIFAACNOR2), die ein Plus von 2,3 Prozent schafften. Am anderen Ende der Skala standen unter anderen SIF Moldova (SIF2, 1,29 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) mit einem Wochenverlust von 3 Prozent und der Aktienmakler SSIF BRK Financial Group (BRK, 0,0708 Lei, ISIN ROBRKOACNOR0), der aufgrund des schleppenden Aktienhandels von ehemals 8,6 Millionen Lei im ersten Halbjahr 2019 in die Verlustzone rutschte (minus 6,4 Millionen Lei). Die Aktien verloren fast 4,1 Prozent. Nicht so der Winzerbetrieb Purcari Wineries (WINE, 22,9 Lei, ISIN CY0107600716), dessen Aktien moderate 0,4 Prozent zulegten, nachdem bekannt wurde, dass die Gesamteinkünfte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 3 Prozent und der Reingewinn um 9 Prozent zurückgegangen sind. Rettung scheint indes aus Rumänien zu kommen: Dort ist der Absatz um 24 Prozent gestiegen.

Handel mit Anleihen gestartet

Die Fidelis-2020-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einem Zinssatz von 4 Prozent brachten Bewegung in den Anleihenmarkt. Die in der Vorwoche platzierten Anleihen gingen in den Handel. Analysten zufolge sind besonders die in Euro ausgegebenen Anleihen mit einem Zinssatz von 2 Prozent attraktiv, da Anleger eine weitere Abwertung des rumänischen Leu erwarten. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 30,5 Millionen Lei mit Anleihen umgesetzt.

Devisen

Euro und US-Dollar entwickelten sich weiterhin getrennt voneinander im Verhältnis zum rumänischen Leu. Der Euro legte erneut zu, auf Wochensicht waren dies 0,0042 Lei – wenig, aber dennoch genug, um eine weitere Hürde zu nehmen (4,84 Lei) und Ängste zu schüren, dass der Leu weiter schwächeln wird (s. oben). Der US-Dollar hingegen schwächelte erneut und ließ 0,0057 Lei oder 0,14 Prozent. Gestern lag der Euro bei 4,8400 Lei, während der US-Dollar bei 4,0963 Lei in die neue Woche startete.


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