Mihăilă kündigt Disziplinarverfahren an

Gesundheitsministerin im Parlament

Gesundheitsministerin Ioana Mihăilă (USR) hat am Montag im Parlament die Schlussfolgerungen ihres Ressorts über die unterschiedlichen Angaben zur Zahl der Corona-Toten auf den beiden Plattformen des Ministeriums vorgestellt, die oppositionelle PSD ging dabei mit Mihăilă hart ins Gericht und warf ihr „Verantwortungslosigkeit und Böswilligkeit“ vor. | Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) – Gesundheitsministerin Ioana Mihăilă (USR-PLUS) hat am Montag im Parlament Rede und Antwort zum unterschiedlichen Stand der Corona-Toten auf den beiden Plattformen „Corona Forms“ und „alerte.ms.ro“ gestanden und gleichzeitig erstmals auch mutmaßliche Schuldige genannt. Nach Angaben der Ministerin ist der Unterschied von mehr als 7000 Corona-Toten zwischen den beiden Plattformen hauptsächlich auf menschliches Versagen bzw. konkret auf ein technisches, im Gesundheitsressort angesiedeltes Komitee (COCEP) zurückzuführen, das letzten Juli bzw. noch in Zeiten ihres Amtsvorgängers Nelu Tătaru (PNL) ins Leben gerufen worden war und es offenkundig versäumt hat, die unterschiedlichen Angaben über die Zahl der Corona-Toten zu bemerken und zu korrigieren. Die Ministerin kündigte Disziplinarverfahren gegen alle sechs Mitglieder des besagten Arbeitsausschusses an. Vor dem Hintergrund des Eklats um die falschen Angaben bezüglich der Corona-Toten hob Mihăilă allerdings auch hervor, dass die Untersuchungen keineswegs in eine Hexenjagd gegen die Mitarbeiter der Krankenhäuser und lokalen Gesundheitsämter ausarten dürfen.

 

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