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Salz der Erde, Licht der Welt

Symbolfoto: Pixabay.com

In der Bergpredigt, einer großangelegten Rede an seine Jünger, stellt Jesus fest: Ihr seid das Salz der Erde (…) ihr seid das Licht der Welt. Dabei beschreibt er einen Tatbestand. Nicht, ihr sollt es sein, sondern: Ihr seid es! Was heißt es nun, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein?

Salz hat eine reinigende, konservierende Wirkung. Es hat eine desinfizierende und bewahrende Wirkkraft, stoppt die Fäulnis. 
Ganz tief hat sich in meine Erinnerung ein Erlebnis aus meiner Kindheit eingeprägt, als ein Kaufmann im Lebensmittelladen, der sich in den Finger geschnitten hatte, an den Salzkasten trat und Salz auf seine Schnittwunde streute. Salz desinfiziert. Es war das Konservierungsmittel älterer Zeiten, als Pökelsalz machte es Fleisch haltbar, als die Kühltruhe noch nicht erfunden wurde. Bis heute wird Gemüse in Salz eingelegt, um es für die Wintermonate zu konservieren. Das sollen Jünger Jesu sein: Salz. Sie sollen die Fäulnis der Welt aufhalten, sie reinigen. Die Welt soll durch sie besser werden. Ihre Wirkung auf diese Welt ist nur dann effektiv, wenn sie sind, was sie sind. Kraftloses Salz ist unnütz. Es ist wirkungslos.

Licht vertreibt die Finsternis. Seine Leuchtkraft deckt die Unvollkommenheiten auf, vertreibt die Schatten. Wo Licht scheint, treten die Verunreinigungen zutage, werden Fehler sichtbar und können beseitigt werden. Christen, Jünger Jesu, sollen leuchten und die Finsternis vertreiben. Sie sollen die ungeschminkte Wahrheit offenbaren, offenlegen. Jünger sind die Elitetruppe Jesu. Sie haben in ihrem Umfeld eine reinigende und leuchtende Wirkung. Es genügt nicht, wenn sie ein wenig salzen, ein wenig leuchten. Wenn sie die Wirkung entfalten, die ihnen durch ihren Meister gegeben ist, ändert sich die Welt um sie herum und durch sie. Das ist die Würde, die sie kraft ihres Herrn haben.

Jünger Jesu sollen sein, wozu ihr Herr sie gemacht hat. Dazu müssen sie nicht aus eigenen Reserven schöpfen, sondern nur an der Quelle des Lichts, an Jesus bleiben und sich nicht an den Irrlichtern dieser Welt orientieren. Sie sollen ihr Licht leuchten lassen und es nicht verbergen. In seinem Wort haben sie diese Quelle ihres Seins. Durch ständige Orientierung an seinem Wort werden Jünger Jesu ihrer Würde und Berufung gerecht. Wenn Jesus in ihnen lebt, sind sie, was sie aufgrund seiner Berufung sind: Salz der Erde und Licht der Welt.

cffviseu

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