Schlechte Stimmung an der Börse vermiest gesamte Monatsbilanz

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Fallende Börsen wohin man blickte in der letzten Februarwoche. Die Angst vor einer weltweiten Rezession nicht zuletzt wegen der drohenden Coronavirus-Pandemie prägte das Börsengeschehen auch in Bukarest. Auf Wochensicht verlor die rumänische Börse im Durchschnitt 10,22 Prozent. Der Hauptindex unterbot dies mit einem Verlust von nur 9,66 Prozent, rutschte aber deutlich unter die 10.000-Punkte-Marke. Der BETPlus folgte mit einem Minus von 9,68 Prozent. Einen Rückgang um 9,66 Prozent verbuchte auch der ROTX, der damit unter die 20.000-Punkte-Marke fiel. Der Energiewerte-Index musste sogar minus 9,99 Prozent verkraften und steht derweil bei 677,18 Punkten. Am schwersten traf es den Finanzwerte-Index BET-FI, der auf Wochensicht 6334,49 Punkte verlor (12,2 Prozent) und somit bei etwas über 45.500 Punkten in den März startet.

Vor allem Bank- und Finanzaktien betroffen

Anleger scheinen Panikverkäufe getätigt zu haben. Die Marktkapitalisierung purzelte in Summe um knapp 9 Prozent auf 162,17 Milliarden Lei (33,7 Milliarden Euro), der Umsatz vervierfachte sich fast von 115,67 auf 435,88 Millionen Lei. 68 Emittenten schlossen die letzte Handelswoche im Februar mit Kursverlusten ab, drei schafften es, ihre Kurse noch zu erhöhen. Im Finanzbereich konnte sich nur der Fonds Proprietatea (FP, 1,27 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) „behaupten“ mit einem Wochenverlust im einstelligen Bereich. Sämtliche SIF-Aktien verbuchten Verluste im zweistelligen Bereich – allen voran SIF Transilvania (SIF3, 0,37 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8), die ein Minus von 18,7 Prozent verbuchten. Bei den Banken konnte nicht einmal ein Gewinnplus von 46,6 Prozent (auf 1,85 Milliarden Lei) den Rückgang der Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,34 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) verhindern. Die Papiere verloren 8,8 Prozent. Die Banca Româna de Dezvoltare (BRD, 14,44 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) und die Erste Group Bank AG (EBS, 144,7 Lei, ISIN AT0000652011) wiesen Kursverluste im zweistelligen Prozentbereich aus (minus 12,5 Prozent beziehungsweise 11,8 Prozent).

Der Februar im Rückblick

Ein Rückblick auf den Monat Februar zeigt ein etwas entspannteres Bild. Der Markt wies einen Verlust von „nur“ 9,6 Prozent aus, der Hauptindex verlor sogar nur 9,04 Prozent. Unterboten wurde diese Monatsperformance nur vom BETPlus-Index, der 8,99 Prozent verlor. Noch leicht unter dem Durchschnitt lag der Monatsverlust des ROTX (minus 9,1 Prozent), der BET-NG lag da mit seinem Minus von 9,8 Prozent schon über dem Durchschnitt. Das Schlusslicht bildete schließlich der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Minus von 11 Prozent.

Weitere Jahresergebnisse bekanntgegeben

Der Atomkraftwerk-Betreiber Nuclearelectrica (SNN, 13,98 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) konnte den Umsatz 2019 um 11 Prozent auf 2,3 Milliarden Lei steigern, der Gewinn fiel um 31 Prozent höher aus als um Vorjahr (540 Millionen Lei). Die Aktie verlor auf Wochensicht 11,9 Prozent, auf Monatssicht waren es nur 4 Prozent.

Rumäniens größter Erdgaserzeuger Romgaz (SNG, 32,8 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) hat ein eher bescheidenes Geschäftsjahr hinter sich: Der Umsatz stieg um nur 1,5 Prozent auf 5,1 Milliarden Lei, der Gewinn um 4,5 Prozent auf 1,43 Milliarden Lei. Diese Ergebnisse ließen die Aktie um 5,88 Prozent auf Wochensicht fallen, auf Monatssicht fiel der Kursverlust mit minus 6,55 Prozent etwas höher aus.

Die aggressive Expansion des Telekom-Unternehmens Digi Communications (DIGI, 32,1 Lei, ISIN NL0012294474) scheint sich gerechnet zu haben. Das Unternehmen hat 2019 in Rumänien und Spanien 1,2 Millionen Kunden gewinnen können, das ließ die Einkünfte auf 1,2 Milliarden Euro ansteigen. Dies entspricht einem Zuwachs um 14 Prozent zum Vorjahr. Beeindruckend war der Gewinnzuwachs von 132 Prozent auf etwa 42 Millionen Euro. Die Aktie verlor im Februar 7,22 Prozent. Auf Wochensicht waren es minus 8,3 Prozent.

Devisen

Der rumänische Devisenmarkt war diesmal weniger einheitlich. Während der Euro weiterhin Druck auf den Leu ausübte und sich diesem gegenüber durchsetzte, verlor der US-Dollar auf Wochensicht fast 2 Prozent. Die europäische Gemeinschaftswährung erklomm weitere Kursgipfel und schloss den Februar auf einem Höchststand von 4,8127 Lei. Die US-amerikanische Leitwährung fiel erneut unter die 4,4-Lei-Marke und startete in den März bei einem Stand von 4,3601 Lei.


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