Über 1000 Ungarn bilden Menschenkette um den Friedhof im Uzului-Tal

Bukarest (ADZ) - Im Uzului-Tal kam es am Donnerstag zu Auseinandersetzungen um den in den letzten Wochen umstrittenen Heldenfriedhof. Etwa 1000 Ungarn bildeten friedlich eine Menschenkette, um eine von rumänischen Verbänden geplante Kundgebung anlässlich des orthodoxen Himmelfahrtstages, des „Tages der Helden“, auf dem Friedhof zu verhindern. Auf dem im Ersten Weltkrieg angelegten Heldenfriedhof liegen 350 gefallene magyarische und österreichische Soldaten. Der Vorsitzende der UDMR-Fraktion in der Abgeordnetenkammer des Parlaments Rumäniens, Attila Korodi, erklärte, es handle sich bei der Menschenkette um eine Aktion, mit der man verhindern wolle, dass auf dem Friedhofsgelände Ereignisse veranstaltet würden, bis die Situation vonseiten der Verteidigungsministerien Rumäniens und Ungarns geklärt sei. Die rumänischen Verbände durchbrachen schließlich den Gendarmeriekordon und drangen in den Friedhof ein. Die Menschenkette hatte sich beim Friedhofstor gelöst und hatte den Eingang freigegeben. Zu Gewaltakten ist es nicht gekommen, meldete die Gendarmerie.

Das Friedhofsgelände wird sowohl von der ungarischen Gemeinde Sânmartin im Kreis Harghita als auch von der Gemeinde Dărmăneşti im Kreis Bacău beansprucht. Zu Beginn des Monats Mai hatte der Vorsitzende des UDMR, Hunor Kelemen, von Premierministerin Viorica Dăncilă gefordert, die Entscheidung des Bürgermeisteramtes Dărmăneşti zurückzunehmen, auf diesem Friedhof für rumänische Soldaten Kreuze aufzustellen. Den Angaben des UDMR zufolge wurde der Militärfriedhof aus den Geldern der Gemeinde Sânmartin, Kreis Harghita, sowie von Spenden des ungarischen Verteidigungsministeriums und des Beitrags einer Privatperson renoviert.

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Bemerkungen :

  • user
    Jens 09.06.2019 Beim 16:57
    @Klaus:
    Eine EU, die alles gleich macht, kein einziges Problem löst (Bildung, Migration, Energie, EURO um nur einige wesentliche Themen zu nennen) braucht kein Mensch. Ein friedliches Europa der Vaterländer, die durch wirtschaftliche Kooperation miteinander verbunden sind reicht völlig aus und würde Europa gut tun.
    Rumäniens Unis bilden gemessen an der Bevölkerung einen Spitzenwert an jungen Leuten in den sog. MINT- Fächern aus - wo gehen diese dann nach ihren Abschlüssen hin um zu arbeiten? Genau, die wenigsten bleiben im Land und dieses Problem steht für RO auf der Tagesordnung und das gilt es zu lösen. Nur auf EU-Gelder warten, löst kein Problem.
  • user
    Klaus 08.06.2019 Beim 17:26
    Das scheinen menschen zu sein die im gehirn 100 jahre zurück sind.--wir leben in Europa einem staatengebilde aus ?? völkern.-Dann so etwas rückwärts gewandtes??
    Auch wenn ich schon etwas älter bin so gibt s nichts besseres als gemeinsam an dem ziel -ein europa_ zu arbeiten.
    Leider sind da "wirrköpfe" die ihre suppe auf altem feuer kochen.-
    Einn weiteres "helden".-Es sind alles opfer verkorkster politik.--Wenn sie heute in Rumänien ihre ruhe haben so ein paar worte von Kemal Atatürk betreffen die schlacht von Galipoges. und die gefallenen soldaten vieler länder "sie fielen im kampf für ihre länder, aber sie ruhen in unserer erde wie unsere söhne-"
  • user
    Laszlo 08.06.2019 Beim 14:10
    So ist das gelaufen...die lügen, gabs auch Gewalt : https://www.youtube.com/watch?v=i8h2UixScJ0&t=467s