Balthasar Waitz wurde 70

Der Journalist und Schriftsteller Balthasar Waitz mit seinen Veröffentlichungen Foto: Zoltán Pázmány

Einer der bekanntesten rumäniendeutschen Schriftsteller, der im Banat lebt und wirkt, Balthasar Waitz, wurde am 18. August 70 Jahre alt! Der 1950 in Nitzkydorf geborene Prosaautor, Lyriker, Übersetzer und Publizist (er ist zurzeit Redakteur der „Banater Zeitung“ in Temeswar) besuchte die Grundschule in seinem Heimatdorf, worauf er das deutsche Lyzeum in Reschitza absolvierte. Es folgten das Hochschulstudium (Germanistik und Romanistik) in Temeswar. Die ersten Berufsjahre als Deutschlehrer führten ihn zurück nach Reschitza (1974 - 1979). Er zog danach nach Temeswar, wo er Redakteur der deutschen Tageszeitung „Neue Banater Zeitung“ wurde, später dann der deutschen Literaturzeitschrift „Neue Literatur“ und der Tageszeitung „Neuer Weg“ (heute „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“), beide Bukarest. Es folgten einige Jahre in Temeswar als Übersetzer und freischaffender Autor. Und, wie bereits erwähnt, wirkt er seit 2006 als Redakteur der „Banater Zeitung“ in Temeswar.

Balthasar Waitz war Mitglied des deutschen Literaturkreises „Adam Müller-Guttenbrunn“ in Temeswar. Weniger bekannt ist es heute, dass er im Jahre 1985 gemeinsam mit Herta Müller, Richard Wagner, William Totok, Johann Lippet, Horst Samson und Helmuth Frauendorfer einen Protestbrief der Banater deutschen Autoren an die Rumänische  Kommunistische Partei und die Leitung des damaligen Rumänischen Schriftstellerverbandes unterzeichnete.

Der Autor ist zurzeit Mitglied des Rumänischen Schriftstellerverbandes - Filiale Temeswar, des Exil-P.E.N. - Autoren deutschsprachiger Länder und des deutschen Literaturkreises „Stafette“ Temeswar. Er ist ein treuer Freund der „Deutschen Literaturtage in Reschitza“, auch Ehrenmitglied des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ ab dem 15. April 2016.

Mehrere Buchveröffentlichungen tragen seinen Namen: „Ein Alibi für Papa Kunze“ („Dacia“-Verlag Klausenburg, 1981), „Widerlinge“ („Facla“-Verlag Temeswar, 1984), „Alptraum. Erzählungen“ („Kriterion“-Verlag Bukarest, 1996), „Krähensommer und andere Geschichten aus dem Hinterland“ („Cosmopolitan Art“-Verlag Temeswar, 2011), „mit schwalben am hut. gedichte“ („Cosmopolitan Art“-Verlag Temeswar, 2014), „Menschen und andere Träume. Kurzprosa“ („Cosmopolitan Art“-Verlag Temeswar, 2016), „Das rote Akkordeon. Roman“ („Cosmopolitan Art“-Verlag Temeswar, 2017), „Marienfeld. Geschichten aus dem Banat“ („Cosmopolitan Art“-Verlag Temeswar, 2019) und als letzter Band, „Wolfsberg. Geschichten aus dem Banater Bergland” („Banatul Montan“-Verlag Reschitza, 2019).

Zahlreiche Preise wurden ihm verliehen, hier die bedeutendsten, von Seiten des Rumänischen Schriftstellerverbandes - Filiale Temeswar verliehen: im Jahre 2011 der „Nikolaus Berwanger“-Literaturpreis, im Jahre 2015 der Sonderpreis für Lyrik und 2017 für Prosa. Das Jahr 2018 brachte ihm für den Roman „Das rote Akkordeon“ den Preis für das beste Prosabuch des Jahres, ebenfalls von Seiten des Rumänischen Schriftstellerverbandes - Filiale Temeswar verliehen. Als Krönung aller erhaltenen Preise gilt der im vergangenen Jahr bekommene Preis, als ihm am 3. Dezember in Sindelfingen / Deutschland der Hauptpreis des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg für das Jahr 2019 aus den Händen des Stellvertretenden Ministerpräsidenten, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration und Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler, Thomas Strobl überreicht wurde.

Dem vor kurzem 70 gewordenen Balthasar Waitz wünschen wir weiterhin viel Gesundheit und Schaffenskraft im literarischen und publizistischen Bereich! Ad multos annos, lieber Freund!

Erwin Josef Țigla

 

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Bemerkungen :

  • user
    Adalbert 27.08.2020 Beim 13:09
    Wir würden ihn sehr gerne nach der Pandemie zu einer Lesung nach Sathmar einladen. Ob er unserer Einladung folgen würde? Ein begeistertes Publikum von meinen Schülern würde ihn allerdings empfangen.
    Adalbert Csaszar, Deutschlehrer am Nationalkolleg Kölcsey Ferenc