Liebe Heldin, lieber Held!

Es ist wieder Fastenzeit! Nach der Faschingszeit und dem Aschermittwoch beginnt für 40 Tage die Fastenzeit, aber was feiern wir zu Ostern eigentlich? Dreht sich wirklich alles nur um den Osterhasen und ums Eiersuchen?

Eiersuchen und der Osterhase, ja, darauf freust du dich sicher schon. Es ist nicht mehr so kalt im Freien und das Spielen an der frischen Luft macht richtig viel Spaß! Auch für mich, die kleine Zeitungsmaus, ist es einfacher Futter zu finden.

Was feiern wir zu Ostern?

Ostern ist das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Gefeiert wird die Auferstehung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Zu Ostern gehört gleich eine ganze Woche, die sogenannte Karwoche, auch Stille Woche oder Trauerwoche genannt. Diese besondere Woche beginnt mit dem Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern. Der Palmsonntag erinnert an Jesu Einzug in Jerusalem. Dazu gehören auch die stillen Tage von Montag bis Mittwoch. Am fünften Tag der Karwoche, dem Gründonnerstag, gedenken die Christen des letzten Abendmahls von Jesus und seinen Jüngern, bevor am Karfreitag seines Leidens und Sterbens gedacht wird. Am Karsamstag ist für die Christen der Tag der Grabesruhe von Jesus und mit der Osterfeier am Sonntag gedenken sie seiner Auferstehung.

Du merkst, so wie Weihnachten, ist auch Ostern Erzählzeit.  Die verschiedenen Fastenbräuche und die Vorbereitungen auf Ostern, ebenso die Bibelgeschichten von Jesus Kreuzweg und seiner Auferstehung, lassen sich in vielen Geschichten nachlesen.

Weshalb gibt es zu Ostern bunte Eier?

Das Eierfärben ist ein sehr alter Brauch, der auch mit der Religion zu tun hat. Früher verzichtete man in der Fastenzeit auf Fleisch und Eier. Weil die Hühner im Frühjahr aber wieder besonders fleißig Eier legten, wurden die Eier gekocht und zur Unterscheidung von den rohen gefärbt. Zu Ostern durfte man dann wieder Eier essen und aus Freude darüber verteilten die Leute eben diese gefärbten Eier als Geschenke!

Aber: Osterbräuche sind nicht überall gleich. In Griechenland werden die immer nur rot gefärbt. In England gab es gar keine bunten Eier, man streicht sich gegenseitig mit Weidenzweigen, um einander Glück und Gesundheit zu wünschen.

Ein italienisches Sprichwort lautet „Natale con i tuoi, pasqua con chi vuoi“- „Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem du willst“. Ostern ist also in Italien, das nicht nur in der Familie gefeiert wird, auch Freunde werden gerne eingeladen.

Überall gleich ist der Brauch, für Ostern zu basteln und besonderes Essen nach der Fastenzeit zu kochen und zu essen.

Warum bringt ausgerechnet ein Hase die Ostereier?

Der Hase galt immer schon, genauso wie das Ei, als Symbol für Fruchtbarkeit. Beide wurden als Symbole des neuen Lebens auch mit dem christlichen Osterglauben verbunden. Daher bekamen die Kinder Eier zum Osterfest, die der Osterhase gelegt, bemalt und im Gras oder Gebüsch versteckt hat.

Regional gibt es hier wieder Unterschiede: Manchmal bringt auch der Osterkuckuck, der Osterfuchs oder der Osterstorch die begehrten Ostereier.

Bewegungsspiel: Häschen in der Grube

Dieses Lied gibt es seit 1840 und der Pädagoge Friedrich Fröbel (1782- 1875) hat den Text geschrieben. Von den ursprünglichen drei Strophen, wurde nur die erste populär - mit der Melodie von Karl Enslin (1819- 1875).

Zum Spiel bildest du mit deinen Freunden einen Kreis und fasst euch an den Händen. Während ihr das Lied singt, umrundet ihr das Hasenkind, das in der Mitte des Kreises sitzt und sich die Augen zuhält. Bei „Häschen hüpf“ springt das Hasenkind auf, hüpft einige Male und legt die Hände als Hasenohren an den Kopf.

Für deine ganze Hasenschar kannst du dir auch einfache Hasenohren aus Tonkarton ausschneiden und an ein Stirnband heften.

Jetzt bist du sicher schon richtig im Bastelfieber? Denn jetzt hoppeln gleich viele Osterhäschen zu deinem Osterstrauch!

Osterhasenklammer

Dafür benötigst du: Wäscheklammern, Tonkarton in braun, gelb und rot, Filzstifte, Schere, Klebstoff.

Aus dem Tonkarton schneidest du Häschen, Küken und Eier, die ca. vier Zentimeter groß sind und klebst sie auf die Wäscheklammer. Fertig deine Osterdeko für den Osterstrauch, der aus einigen abgeschnittenen Weidenästen besteht und in einer mit Wasser gefüllten Vase wartet, bis dir der Osterhase, oder war es doch der Osterstorch?, die bunten Eier in die Wiese legt!

Osterküken

Die Eier, die du in der Wiese gefunden hast und nicht essen kannst, schneide waagrecht auf, nimm das hartgekochte Eidotter und gib es in eine Schüssel. Vermische es mit Frischkäse, Salz und ein wenig Senf. Fülle diese Mischung wieder in das Eischüsserl und setze das zweite Eischüsserl darauf. Verziere dein Küken mir Augen und Schnabel und überrasche deine Familie oder Freunde mit einem kleinen Leckerbissen.

Ich, die kleine Zeitungsmaus, freue mich schon auf kleine Leckerbissen, die von euch Kindern in der Wiese nicht gefunden werden und wünsche dir und deiner Familie und Freunden schöne Osterfeiertage!!