EU-Wahl: Überraschend magere Umfragergebnisse für Allianz PSD-PNL

AUR und Șoșoacă zusammen laut Umfrage bei knapp 30 Prozent

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Bukarest (ADZ) - Den Ergebnissen einer vom Meinungsforschungsinstitut AtlasIntel im Auftrag des Nachrichtensenders Digi 24 erhobenenen Sonntagsfrage zufolge läuft die Wahlallianz PSD-PNL Gefahr, bei der Europawahl vom 9. Juni unerwartet bescheiden und weit unter ihrem erklärten Wahlziel von mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen abzuschneiden: So wollen laut der im Zeitraum 5. bis 9. April durchgeführten AtlasIntel-Umfrage bloß 31,6 Prozent der Befragten ihre Stimme für die beiden Koalitionspartner abgeben, während die Wahlallianz „Geeinte Rechte“ der drei Oppositionsparteien USR, PMP und „Macht der Rechten“ mit 24,6 Prozent als zweitstärkte Kraft aus der EU-Wahl in Rumänien hervorgehen würde.

Nach wie vor im Aufwind befinden sich die Populisten: Die rechtsnationale AUR liegt bei 19,9 Prozent, während die Kleinpartei SOS der extremistischen Senatorin Diana Șoșoacă von 8 Prozent der Rumänen gewählt werden würde. Zusammen kommen die zurzeit zerstrittenen Populisten auf beachtliche 28 Prozent. 

Der UDMR liegt indes bei 4,9 Prozent, während die Kleinpartei REPER des früheren Premiers Dacian Cioloș lediglich 3,3 Prozent der Stimmen einfahren würde.

53,6 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass aus ihrer Sicht die Wahlallianz zwischen PSD und PNL „keine gute Idee“ war. Zu den Leistungen der Regierungskoalition befragt, führten 34,7 Prozent der Befragten an, dass PSD und PNL ihrer Meinung nach „nichts geleistet“ haben, während 25,8 Prozent die umgesetzten Steuererhöhungen als „größten Fehler“ der Koalition erachteten. Korruption wird von den rumänischen Bürgern weiter als „größtes Problem“ empfunden, gefolgt von Bedrohungen von außen (Krieg, Terrorismus). Weitere Sorgen der Rumänen bleiben Armut und Arbeitslosigkeit.