Regierung segnet Gutscheine für einkommensschwache Familien ab

Diese sollen in Form von Chipkarten von der Post ausgetragen werden

Minister für EU-Projekte und -Investitionen Marcel Boloș | Foto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Die Koalitionsregierung unter Premier Nicolae Ciucă (PNL) hat auf ihrer Sitzung von Montag die als Teil ihres Sozialmaßnahmenpakets beschlossenen Gutscheine für einkommensschwache Familien verabschiedet. Die Eilverordnung der Regierung sieht vor, dass Familien mit mindestens zwei Kindern oder Alleinerziehende, deren Monatseinkommen unter 600 Lei liegt oder die das staatlich garantierte Mindesteinkommen beziehen, des Weiteren Menschen mit Behinderungen sowie Rentner, deren Altersbezüge unter 1500 Lei liegen, besagte Gutscheine erhalten. Nach Angaben von Regierungschef Ciucă wird die Maßnahme, die zum 1. Juni in Kraft treten soll, knapp drei Millionen Menschen zugutekommen. Die Sozialmaßnahme, die etwa 3,1 Milliarden Lei verschlingt, soll zur Hälfte aus EU- und zur Hälfte aus Haushaltsmitteln finanziert werden.

De facto erhalten die Leistungsberechtigten dabei keine Gutscheine im klassischen Format, sondern Chipkarten mit Guthaben von 250 Lei, das alle zwei Monate aufgestockt wird, um einkommensschwachen Familien bis Jahresende unter die Arme zu greifen. Die Guthaben werden nicht als Bargeld abgehoben werden können, sondern ausschließlich beim Kauf von Grundnahrungsmitteln einsetzbar sein.

Wie der Minister für EU-Projekte und -Investitionen, Marcel Boloș (PNL), nach der Regierungssitzung mitteilte, werden die Chipkarten im Juni und Juli etappiert mit der Post ausgetragen – ob zeitgleich mit den Renten oder separat, werde demnächst festgelegt. Die Menschen hätten dabei keinerlei Anträge zu stellen, da die Listen mit den Namen der Leistungsberechtigten seinem Ministerium von der staatlichen Rentenkasse und der Behörde für Sozialhilfen und Soziale Inklusion zur Verfügung gestellt werden, erläuterte Boloș.