Rumänen mit Wahlzusammenlegung mehrheitlich zufrieden

Europawahl: Gemeinsame Wahlliste der PSD und PNL eckt bei Wählern an

Bild: pixabay.com

Bukarest (ADZ) - Die Wählerschaft scheint mit der von der Koalition beschlossenen Zusammenlegung der Europa- mit der Kommunalwahl mehrheitlich zufrieden zu sein: Laut den am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen einer im Auftrag der Nachrichtenagentur News.ro erhobenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSCOP sehen 57,2 Prozent der Befragen die beschlossene Wahlzusammenlegung durchaus positiv, während 36,2 Prozent sie ablehnen. Dafür scheint die Rechnung der beiden Koalitionspartner, die bei der Europawahl gemeinsam weit mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen einfahren wollen, weniger aufzugehen – die INSCOP-Umfrage sieht PSD und PNL zusammen nämlich bei lediglich 43,7 Prozent liegen, während die AUR auf 20,6 und die „Geeinte Rechte“ um die Reformpartei USR auf 13,7 Prozent kommen würden. Grund für die unerwartet mauen Umfrageergebnisse der Koalition ist die beschlossene gemeinsame Wahlliste der PSD und PNL bei der Europawahl: 51,5 Prozent der Befragten gaben, diese abzulehnen, nur 36,9 Prozent befanden sie für gut. 

Die Kleinpartei SOS der extremistischen Senatorin Diana Șoșoacă darf bei der Europawahl laut Demoskopen auf 6,4 Prozent der abgegebenen Stimmen hoffen, während der UDMR, Victor Pontas Kleinpartei „Pro România“ und die Reformpartei REPER um Dacian Cioloș allesamt Ergebnisse unter 5 Prozent einfahren dürften.

Knapp 60 Prozent der Befragten wollen bei der Europawahl vom 9. Juni ihre Stimme „mit Sicherheit“ abgeben, während 12,5 Prozent sich entschlossen zeigten, am Wahltag den Wahlurnen fernzubleiben. 

Die INSCOP-Erhebung wurde im Zeitraum 22. - 29. Februar l. J. telefonisch durchgeführt, befragt wurden landesweit 1100 Wähler. Die Fehlertoleranz der Umfrage liegt laut INSCOP bei +/- 2,95 Prozent.