Staatschef: Gewalt lässt das Virus nicht verschwinden

Johannis legt Bürgern Impfschutz ans Herz

Foto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Staatspräsident Klaus Johannis hat am Donnerstag vor dem Hintergrund der jüngsten Straßenproteste gegen die geltenden Corona-Maßnahmen hervorgehoben, dass „das Virus, das unser Leben seit einem Jahr dramatisch verändert hat, nicht durch Gewalt und extremistische Parolen verschwinden wird“, sondern durch „die Immunisierung möglichst vieler Menschen“.

Bei den Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum des hauptstädtischen medizinischen Forschungsinstituts „Cantacuzino“, dem aus diesem Anlass ein Verdienstorden verliehen wurde, unterstrich das Staatsoberhaupt erneut, dass Rumänien in den kommenden Wochen eine „erhebliche Menge“ Impfstoff-Dosen gegen das neuartige Coronavirus erhalten wird und das Impftempo daher hochgefahren werden kann. Entsprechend legte Johannis den Bürgern eine umgehende Immunisierung gegen SARS-Cov-2 ans Herz – sie seien ersucht, die Impfzentren im Land „voller Vertrauen“ und in „möglichst hoher Zahl“ aufzusuchen, damit die Epidemie möglichst bald eingedämmt wird. „Viele von uns haben jemanden Lieben verloren, andere wiederum schwer unter einer Covid-19-Erkrankung zu leiden gehabt“, die sozialen sowie wirtschaftlichen Kosten der Epidemie seien inzwischen horrend. Nur durch Impfschutz könne man dieser Pandemie ein Ende bereiten, so der Präsident.

Regierungschef Florin Cîţu (PNL) sagte seinerseits, dass neben den nötigen Mitteln die „wichtigste Unterstützung“, die die Koalitionsregierung dem Institut bieten könne, darin bestehe, letzterem nicht durch diverse politische Beschlüsse Steine in den Weg zu legen. Die Lektion der letzten Jahre dürfe nicht vergessen werden, „Unterfinanzierung, ein andauernder Wechsel des Managements sowie politische Einmischung“ hätten das Institut de facto an den Rand des Abgrunds getrieben, so Cîţu.

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